Session #3

31. Januar 2009 · 23:32
von OJ

Von den für heute geplanten vier Gastsprechern war leider nur eine da, aber momentan haben wir noch genug Szenen, die wir nur mit der Stammbesetzung bestreiten können, um dennoch einen ganzen Tag zu füllen. Das klappt aber vermutlich noch maximal ein weiteres Mal, danach sind wir dann durch und brauchen vor allem die Gastsprecher. Und ich hoffe inständig, dass wir das in Zukunft geballter organisiert bekommen und für die verbleibenden 20 Gastsprecher nicht 20 Aufnahmesitzungen durchführen müssen.

Auf jeden Fall haben wir heute wieder unseren Schnitt vom ersten Mal erreicht (23 Seiten, 15 % des Drehbuchs, in 8,5 Stunden einschließlich Mittagspause), das heißt, eigentlich sogar übertroffen, denn wir haben dabei noch ca. eine halbe Stunde lang Overdubs für einzelne Sätze oder Absätze aus Szenen von vor zwei Wochen aufgenommen, die in den 23 Seiten gar nicht enthalten sind. Anderseits wurden aber auch einzelne Minirollen mit ein, zwei Worten temporär von mir gesprochen, so dass von den 23 Seiten noch ein bisschen fehlt — aber das war vor zwei Wochen genauso.

Trotzdem haben wir jetzt insgesamt übern dicken Daumen 50 Seiten (32 %) in 20 Stunden aufgenommen, und das grobe Verhältnis „1 Seite = 1 Minute Hörspiel“ bewahrheitet sich weiterhin (wobei mit Soundeffekten noch ein bisschen dazukommen dürfte).

Weiter geht’s am Montag kurz mit Björn, der letzte Woche krank war, und dann den Sonntag darauf ohne Gastsprecher, mit fast allen verbleibenden Szenen für Folge 1, also nochmal gut 20 Seiten.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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Bin fast da…

31. Januar 2009 · 21:20
von Don

Ein weiterer Tag, an dem wir es geschafft haben, Meike einen Lachflash zu bescheren ist beendet und es bleibt zu sagen, dass mir dieses Mal der Arm wehtat – naja nicht wirklich, aber zwischendurch etwas überbelastet war, weil ich den halben Tag fleißig für das Making of gefilmt habe.

Wenn wir so weiter machen haben wir bald 90 Stunden sehr amüsante Outakes, 2-3 Stunden Hörspiel, kurzum:

Wir sind fast da…

Kategorie: Sprachaufnahmen
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Bit by bit

29. Januar 2009 · 14:01
von OJ

Wir haben für die Aufnahmen vier Mikrofone zur Verfügung, weil das die Anzahl von guten Mikrofonen ist, die Jan besitzt und wir versuchen, im Wesentlichen mit Vorhandenem auszukommen. Da wir eins dieser Mikros im „Regieraum“ (vormals mein Arbeitszimmer genannt) aufgebaut haben, damit Jan und ich während der Takes, bzw. im Anschluss, mit den Sprechern reden können, haben wir nur drei Mikros für Sprecher.

Da aber in etlichen Szenen vier Leute miteinander reden, müssen wir diese Szenen in Abschnitte von manchmal nur einer drittel Seite unterteilen, in denen eben nur zwei oder drei Leute vorkommen, und das dann hinterher zusammenschneiden. Lange Szenen müssen wir ohnehin in Abschnitten aufnehmen, weil wir keine Möglichkeit gefunden haben, Seiten umzublättern oder -sortieren, ohne dass das auf der Aufnahme als fürchterliches Geraschel zu hören ist. Und da auf den verwendeten Sprecherpulten* maximal drei Seiten nebeneinander Platz haben, ist das dann auch die maximale Länge, die wir am Stück aufnehmen können.

Ich mache mir etwas Sorgen, dass darunter die Spontaneität und das „Feeling“ der Gespräche leiden könnte, aber bisher habe ich noch immer einen guten Punkt zum Pausieren gefunden. Allerdings habe ich auch noch bei weitem nicht alle Szenen daraufhin durchsehen können, weil das Planen der Aufnahmen und Sprecher schon so viel zu viel Zeit kostet.

Außerdem vermindert es ein wenig die Chance, dass ein Versprecher einen eeewig langen Take ruiniert, aber es führt andererseits auch dazu, dass das Vorankommen sich manchmal seeehr zieht. („Wir haben jetzt 1.1a-2 fertig, kommen wir jetzt zu 1.1b-1.“)

  1. * In zwei von drei Fällen keine faltbaren Notenständer, sondern Metallflächen, die bei bassbetonten Sprechern noch lustige Resonanzen, Typ „Blechdose“, erzeugen können.
Kategorie: Sprachaufnahmen
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Session #2

26. Januar 2009 · 17:21
von OJ

Der kurze Aufnahmetermin am vergangenen Samstag hat die Statistik jetzt etwas versaut, weil wir nach einer kleinen Startverzögerung auch noch jedes denkbare technische Problem — und noch ein paar neue — mitgenommen haben.

Trotzdem haben wir jetzt einen weiteren Gastsprecher, Karsten, „durch“ — Björn war leider doch schwerer ergrippt als angenommen — und in gut drei Stunden ohne nennenswerte Pausen weitere vier Minuten bzw. 4,5 Seiten im sprichwörtlichen Kasten. Darunter ist auch die Anfangsszene, auf die wir natürlich besonderen Wert gelegt haben, da sie ja gewissermaßen unser Aushängeschild ist.

Weiter geht’s am kommenden Samstag mit einem „vollen“ Aufnahmetag und ca. vier Gastsprechern, wobei zwei noch nichts von ihrem Glück wissen (aber den Tag grundsätzlich angeboten haben) und einer zwar angemailt wurde, aber noch nicht zugesagt hat. (Aber solange am Ende ein schönes Hörspiel rauskommt, telefoniere ich auch gern Leuten hinterher.)

Kategorie: Sprachaufnahmen
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Terminate

22. Januar 2009 · 16:23
von OJ

Das Finden von gemeinsamen Aufnahmeterminen von Hauptrollen und Gastsprechern — Jan, Sumire und ich haben sowieso alle Hoffnung auf freie Freizeit fahren lassen und sind allzeit bereit — war anfangs eine sehr nervenaufreibende Tätigkeit. Und das, obwohl mir das Erstellen von Listen und Tabellen ja wirklich Spaß macht.

Das lag u. a. daran, dass ich wegen des angekündigten Besuchs eines gar nicht wirklich als Sprecher eingeplanten Exilhamburgers als erstes versucht hatte, ihm eine passende Rolle zu geben und dafür dann einen passenden Termin mit den beiden anderen Gastsprechern abzumachen. Big mistake. Das führte zu ungefähr 20 E-Mails in alle Richtungen und schließlich zu keinem sinnvollen Termin, ohne jemand anders dazu zu zwingen, für eine Rolle von 6 Seiten (also ca. 2 Stunden Aufnahmezeit) an zwei Tagen vorbeizukommen oder derlei Unfug.

timetblSeitdem ich mich von diesem Gedanken verabschiedet habe (er bekommt eine andere Rolle, die ohne weitere Gastsprecher aufgenommen werden kann) und von dem Traum des Aufnehmens in chronologischer Reihenfolge sowieso, kann ich das Ganze mit wesentlich mehr Entspannung betrachten und freue mich einfach, dass die langsam eintrudelnden Zeitangebote der Gastsprecher (weiße Flächen — dunkelgrau heißt „keine Zeit“, und blau sind Aufnahmetermine) diverse Aufnahmetermine nahelegen und es nur ganz wenige Fälle gibt, in denen ich mehrere Gastsprecher miteinander koordieren muss.

Ich bleibe gespannt, wie gut das zum Ende hin klappt — ob das alles „aufgeht“, oder ob wir diverse Zwei-Stunden-Termine wegen einzelner Leute machen müssen.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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*cough*

22. Januar 2009 · 12:54
von OJ

Spaßig. Auf meine Erinnerungsmail wegen des am Samstag anstehenden Aufnahmetermins haben beide Gastsprecher mit einer Variante von „Ich hoffe, mein Hals ist dann wieder soweit in Ordnung“ geantwortet, und Victor ist sowieso seit Mitte Dezember erkältet. Ich höre mich morgens auch kurz an wie James Earl Jones, aber ich bin ja auch egal, solange ich überhaupt noch sprechen kann. (Und eine später mal sehr wichtige Gastsprecherin ist gestern früh Berichten zufolge nahezu bei dem Versuch kollabiert, ihre Zimmertür zu öffnen.) Es liegt was in der Luft…

Wenigstens Meike ist gesund, sonst müsste ich Jan fragen, ob er einen allgemeinen Hustenfilter im Soundrepertoire hat.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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Recast

19. Januar 2009 · 11:42
von OJ

Die Rolle des Nachrichtensprechers in Folge 1 wird aus terminlichen Gründen nicht von Dirk Jannsen gesprochen (der uns aber nach heutigem Stand trotzdem in einer späteren Folge noch als Nachrichtensprecher begegnen wird).

Wir organisieren Ersatz (und sind nach wie vor für Bewerbungen offen).

Kategorie: Vorbereitung
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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Orthopäden

18. Januar 2009 · 20:18
von Don

Wie OJ schon geschrieben hat, haben wir jetzt mehrere Stunden Sprechen hinter uns. Das heißt, einige von uns. Wie brilliant das Ganze war, wird man später sehen, aber eine Sache mus ich mal klarstellen. Ich hatte mit einigen Nebenwirkungen gerechnet, die mich am Ende dieses oder im Laufe des nächsten Tages ereilen werden, als da wären:

  • Rauhe Stimme
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit

Aber nein, mitnichten. Nichts davon ist passiert; könnte daran liegen, dass ich beruflich den ganzen Tag telefoniere.

Nein, was schmerzte waren

  • Die Füße
  • Die Beine
  • Das Kreuz

Und zwar so richtig.

Laut Aussagen gewisser Leute soll ein Korkfußboden ja gar nicht so hart sein, weil er ja nachgibt, aber das kann ich mit einem einem ganz klaren: „Yeah! As if!“ kommentieren.

Stundenlang bewegungslos vor dem Mikro zu stehen ist doch irgendwie was anderes als bei Proben auf der Bühne rumzuhampeln. Man lernt nie aus. Das nächste Mal wird die Decke gleich auf den Boden gelegt.

(So eine von diesen Fleecedecken. Sehr warm und kuschelig an den Füßen und sehr weich. Kann ich nur weiter empfehlen)

Kategorie: Sprachaufnahmen
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The remains of the day

18. Januar 2009 · 14:56
von OJ

Mittels zweier Wäscheleinen*, eines Ivar-Eckbalken** und acht Tischdecken*** war es uns möglich, mein Schlaf- und Wohnzimmer akustisch deutlich hallfreier zu gestalten. Ich glaube, deshalb sieht meine Wohnung die nächsten Wochen erstmal so aus:

Wie’s mit den aufgehängten Tischdecken aussieht, fotografiere ich bei einem der nächsten Male.

PS, 19.1.: Sieht man, wann ich den Weißabgleich auf Kunstlicht gestellt habe? seufz

  1. * Je € 2,49 beim Supermarkt an der Ecke.
  2. ** Von IKEA; war über, weil der jetzige Besitzer des Regals nur eine Ecke bauen wollte.
  3. *** Auf dem Weg zur Reinigung von Jan und Sumire abgefangen; not pictured.
Kategorie: Allgemeines
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Das erste Mal…

17. Januar 2009 · 20:48
von OJ

Heute war der erste Aufnahmetag. Um mit etwaigen Anlaufschwierigkeiten nicht mehr Leute zu belasten als unbedingt nötig, haben wir heute nur eine Gastsprecherin eingeladen. Wirkliche Schwierigkeiten gab es zwar gar nicht — auch, weil Jan und ich die Verbesserung der Akustik mittels aufgehängter Tischdecken am Donnerstag schon mal vorbereitet und probeaufgenommen hatten –, aber es war dennoch gut, dass wir nur mit kleiner Besetzung aufgenommen haben, da sich erst im Laufe des Tages etwas Routine einstellte.

Gegen 18 Uhr wurde dann langsam klar, dass wir „durch“ waren. Wir haben zwar nur etwa die Hälfte der in dieser Besetzung möglichen Szenen aufgenommen, aber es war nie der Plan, das wirklich alles heute zu schaffen. So wissen wir jetzt, dass wir ca. 2,5 bis 3 Seiten pro Stunde aufnehmen können (bei Gastsprechern wegen deren „Warmlaufphase“ vermutlich etwas weniger), und dass ein kompletter Arbeitstag dann auch alles ist, was wir schaffen können; die Albernheit und Lachflashes (nicht, dass es sonst besonders ernst zugegangen wäre) beim Aufnehmen der vorletzten Szene, ausgelöst durch den an und für sich harmlosen Satz: „Oh… Ich hatte es mir viel größer vorgestellt“ war ein deutliches Anzeichen, langsam mal Schluss zu machen.

Weil ich ja Statistiken mag: In gut 8,5 Stunden (einschl. Mittagspause) haben wir heute etwas über 20 Seiten — etwa 15 % des Drehbuchs — aufgenommen. Der Folgetermin am kommenden Samstag (24. Januar) wird wegen diverser Ereignisse und Termine nur 7,5 Seiten und hoffentlich nicht mehr als drei Stunden umfassen, den Samstag darauf (31. Januar) wird es dann wieder ein ganzer Tag.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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