Bit by bit

29. Januar 2009 · 14:01
von OJ

Wir haben für die Aufnahmen vier Mikrofone zur Verfügung, weil das die Anzahl von guten Mikrofonen ist, die Jan besitzt und wir versuchen, im Wesentlichen mit Vorhandenem auszukommen. Da wir eins dieser Mikros im „Regieraum“ (vormals mein Arbeitszimmer genannt) aufgebaut haben, damit Jan und ich während der Takes, bzw. im Anschluss, mit den Sprechern reden können, haben wir nur drei Mikros für Sprecher.

Da aber in etlichen Szenen vier Leute miteinander reden, müssen wir diese Szenen in Abschnitte von manchmal nur einer drittel Seite unterteilen, in denen eben nur zwei oder drei Leute vorkommen, und das dann hinterher zusammenschneiden. Lange Szenen müssen wir ohnehin in Abschnitten aufnehmen, weil wir keine Möglichkeit gefunden haben, Seiten umzublättern oder -sortieren, ohne dass das auf der Aufnahme als fürchterliches Geraschel zu hören ist. Und da auf den verwendeten Sprecherpulten* maximal drei Seiten nebeneinander Platz haben, ist das dann auch die maximale Länge, die wir am Stück aufnehmen können.

Ich mache mir etwas Sorgen, dass darunter die Spontaneität und das „Feeling“ der Gespräche leiden könnte, aber bisher habe ich noch immer einen guten Punkt zum Pausieren gefunden. Allerdings habe ich auch noch bei weitem nicht alle Szenen daraufhin durchsehen können, weil das Planen der Aufnahmen und Sprecher schon so viel zu viel Zeit kostet.

Außerdem vermindert es ein wenig die Chance, dass ein Versprecher einen eeewig langen Take ruiniert, aber es führt andererseits auch dazu, dass das Vorankommen sich manchmal seeehr zieht. („Wir haben jetzt 1.1a-2 fertig, kommen wir jetzt zu 1.1b-1.“)

  1. * In zwei von drei Fällen keine faltbaren Notenständer, sondern Metallflächen, die bei bassbetonten Sprechern noch lustige Resonanzen, Typ „Blechdose“, erzeugen können.

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