Nebeneffekte

20. September 2009 · 20:29
von Don

Auch schön, dass die Sachen, die man so in seiner Freizeit macht, irgendwann mal einen Nutzen haben.
In der Form hatte ich mir das allerdings nicht wirklich vorgestellt. Bekanntermaßen – bzw. für die, die mal die Besetzungsliste angeguckt haben – heißt der Charakter, den ich spreche Zbigniew Lubinski. Ganz fürchterlich auszusprechen und noch viel blöder zu schreiben.
In meinem ach so tollen Job als CCA muss ich regelmäßig Vor- und Nachnamen der Kunden erfragen, was gerade bei ausländschen Namen regelmäßig zu „Können Sie mir das bitte mal buchstabieren?“ führt. Mein Lieblingsland hier ist und bleibt Indien.
Als dann jemand anrief, der, dem Akzent nach zu urteilen, eher so aus der russischen Ecke kam und meinte sein Vorname sei Zbigniew, musste ich mir a) ein Grinsen aus der Stimme verkneifen und dann war der gute Mann doch einigermaßen verdutzt als ich auf seine Frage, ob er das buchstabieren solle, äußerst flüssig Z-B-I-G-N-I-E-W runterspulte.
Die Verwirrung in der Stimme war super.

Serendipity

19. September 2009 · 23:31
von OJ

Sprecher sind unterschiedlich. Sie sprechen bei den Aufnahmen unterschiedlich natürlich; sie sind unterschiedlich schnell darin, sich den Text anzueignen … und es ist unterschiedlich kompliziert, mit ihnen Termine zu machen.

Und manche haben einfach Pech. Mit Steffen zum Beispiel hatten wir schon mindestens fünf Termine abgemacht, die immer aus diversen Gründen abgesagt werden mussten, nur in einem Fall seinetwegen, und auch da war es keine Terminplanungsschwäche seinerseits, sondern höhere Gewalt.* Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass sein Termin der einzige mit zwei Gastsprechern gleichzeitig war, so dass die Koordination doppelt vierzigtausendmal so schwierig war wie „normale“ Termine.

Heute war es dann endlich soweit, und trotz eines kleinen Schreckmoments gestern abend kam er heute nicht nur trotz erschwerender persönlicher Umstände (und diesen eben nicht unbedingt entsprechend auch noch gut gelaunt) zum Sprechen seiner Szenen, nein, er hatte auch noch vor ein paar Tagen Tina meine Nummer gegeben, so dass diese ebenfalls heute vorbeikam. Eigentlich vor allem zum spontanen Sprechen einer Mini-Rolle in Folge 3, aber da seit einiger Zeit nicht vollständig klärbar war, ob die andere heutige Gastsprecherin nun Zeit haben würde oder nicht, kam Tina auch als Temporär-Sprecherin für die Texte jener Dame sehr gelegen.

Irgendwann zwischen dem zweiten und dritten Take ihrer ersten Szene (noch ohne Steffen) bekam sie dann aber einfach, ohne es zu merken, die Rolle ganz endgültig, weil sie das hervorragend machte. (Die andere Sprecherin war in der Tat nicht erschienen, wie aus ihrer letzten Mail mit etwas Phantasie ersichtlich war).

So wurde aus einem „ach, egal, irgendwas nehmen wir morgen halt auf, je nachdem, wer kommt“-Termin ein sehr befriedigener Aufnahmetag, der sogar so zeitig vorbei war, dass ich noch mit dreien der Sprecher ins Kino gehen konnte.

(Und alle so: „Yeaahh“, um mal ein Wort aus dem Internet zu gebrauchen.)

  1. * Für empfindliche LeserInnen schreibe ich das Wort „Brechdurchfall“ in eine Fußnote.
Kategorie: Sprachaufnahmen
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13 1/2 Wochen

13. September 2009 · 00:08
von Don

Ist doch albern!

Im Ernst: Ich muss gestehen, dass ich einigermaßen überrascht war, wie gut die Sache wieder angelaufen ist.

Ungefähr eine Stunde und dann lief die Sache wieder.

Inklusive aller blöden Witze, technischer Schwierigkeiten, Lachanfälle und dergleichen.

Aber so lustig die Sachen ja auch sind, ich bin irgendwie froh, dass ein Ende in Sicht ist.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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Mit ohne Musik

8. September 2009 · 17:21
von OJ

One step forward, one step back.

Christian, der eigentlich die Musik für das Hörspiel machen wollte, hat leider auf absehbare Zeit keine Möglichkeit mehr, sich um die Musik zu kümmern, gerade weil sie noch nicht jetzt wirklich sinnvoll aufgenommen werden kann.*

Falls jemand Interesse hat, das zu übernehmen, freuen wir uns über entsprechende E-Mails.

  1. * Das trifft sich insofern ganz gut, weil ihm immer etwas unwohl dabei war, hier mit seinem Namen googlebar zu werden. Nun können wir uns zumindest die Diskussion sparen, wie und unter welchem Namen er im Impressum steht, denn er tut es nicht mehr.
Kategorie: Vorbereitung
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Movement

7. September 2009 · 18:36
von OJ

Zehneinhalb Wochen sind doch gar nix, wir können auch dreizehneinhalb! Nennen wir es mal höflich „Sommerpause“. (In der Tat haben Semesterferien und generelle Urlaubszeit etwas damit zu tun gehabt.)

Aber langsam fühlt es sich wieder so an, als ging es vorwärts.

Wir hatten nämlich am Samstag die erste Aufnahme nach einer ziemlich genau viermonatigen Pause.* Auch hier erreichten wir wieder unseren beängstigend konstanten Schnitt von 2,5 Seiten pro Stunde und können einem weiteren Gastsprecher für seine Mithilfe danken.

Angenehm ist auch, dass wir jetzt nur noch vier Gastsprecher mit größeren Rollen vor uns haben. Nun müssen wir nur noch zusehen, dass wir vor Jan und Sumires Babypause ab Anfang Oktober noch möglichst viel davon aufgenommen bekommen – andernfalls würde sich diese Babypause zu der des finalen Gastsprechers (ab Ende Dezember) addieren und wir hätten in Summe eine sechsmonatige Pause, was, gelinde gesagt, doof wäre. Ich darf natürlich nicht verschweigen, dass ich die Szenen dieses abschließenden Gastsprechers immer noch nicht umgeschrieben habe.

Zum Glück habe ich durch die Bewegung, in die das Projekt jetzt wieder kommt, auch wieder deutlich mehr Motivation, mich zum Umschreiben hinzusetzen oder vielmehr, wenn ich schon sitze, das Drehbuch auch tatsächlich aus der Tasche zu ziehen.

Unabhängig davon freuen wir uns auf eine der wichtigsten Gastrollen am kommenden Samstag und – irgendwie spontan über die kommenden Wochen verteilt und grundsätzlich auch unabhängig von allen Babypausen – noch um und bei zehn GastsprecherInnen für ganz kleine Rollen, wobei es sich dann mehr um halbe Stunden am Feierabend handeln dürfte. Auch hier gibt es noch jede Menge Terminabstimmungs- und Nachhak-Bedarf.

Aber Spaß macht’s wieder.

  1. * Dass ich mal die Kabel hätte wegräumen können, fiel mir erst jetzt am Freitag ein, als ich sie zum Putzen einrollte, so dass ich, nachdem der Korkfußboden getrocknet war, immerhin eine gute Stunde trittfreundlichen Flur genießen konnte, bevor ich dann alles wieder anschließen musste, um die Technik für den Folgetag zu checken.
Kategorie: Sprachaufnahmen
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