We were never feeling bored

25. Juli 2010 · 15:09
von OJ

„Wird das nicht eigentlich langweilig, sich jahrelang immer nur mit diesem Hörspiel zu beschäftigen?“ fragte sie.

Die Antwort wurde mir selbst erst bewusst, als ich verneinte.

Denn auch wenn ich genaugenommen seit über fünf Jahren große Teile meiner Freizeit in das Hörspiel fließen lasse, mache ich dabei ja nicht wirklich lange dasselbe. Zuerst waren da ein paar Jahre des Schreibens; häufig unterbrochen und mit niedriger Priorität, weil ich nicht wirklich an eine Umsetzung glaubte, aber die Geschichte trotzdem „raus wollte“. Darauf folgte im Herbst 2008 eine hochaktive Phase der Vorbereitung samt etlicher Vorsprech-Abenden, die zum Jahresende in Casting und Terminsuche mündete.

2009 stand dann, beginnend am 17. Januar, vor allem im Zeichen der Sprachaufnahmen. Die Aufnahmen konzentrierten sich im Wesentlichen auf das erste Vierteljahr, zogen sich aber dank einer größeren Sommerpause wegen nach Hause fahrender Studentinnen und genereller Urlaubszeit letztendlich bis zum 30. Januar 2010 hin. Parallel und zum Jahresende immer detaillierter fand dabei immer schon der Grobschnitt statt, und ab Anfang 2010 dann auch das konkrete Hinarbeiten auf die mit vorläufigen Geräuschen und semi-endgültigem Timing versehenen Folgen (immer gern „Premix“ genannt). Wie kürzlich erwähnt ist dieser Vorgang auch noch nicht abgeschlossen.

Und das alles war noch nie langweilig. Schlauchend manchmal, aber nie langweilig.

(Das sind jetzt natürlich nur die Sachen, die ich in dem Zeitraum getan habe. Jan und Don könnten zu dem Thema eigene Beiträge verfassen.)

Kategorie: Allgemeines
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Parallel, together and apart

20. Juli 2010 · 20:46
von OJ

Als ich neulich zwecks Verlinkung nochmal einen uralten Eintrag suchte, fiel mir die von mir geäußerte Hoffnung ins Auge, dass wir hoffentlich „für die verbleibenden 20 Gastsprecher nicht 20 Aufnahmesitzungen durchführen müssen“. Da ja eine gewisse Chance besteht, dass dieses Blog Leser findet, die selbst ein Hörspiel aufnehmen wollen, wollte ich mal meine Erfahrungen zum Thema „Gemeinsam oder getrennt aufnehmen?“ mitteilen.

Ganzen Eintrag lesen…

It’s much more fun, I must confess

14. Juli 2010 · 20:31
von OJ

Alternativ-Takes sind für alle Szenen bis zum Ende gesucht und in die entsprechenden Szenen eingebaut, also wäre nun die nächstdringliche Aufgabe für mich, Folgen drei bis sechs mit Temp-Geräuschen zu versehen und dabei das Timing festzulegen*, aber ich habe etwas (wieder-) entdeckt, das viel mehr Spaß macht: Die alten Aufnahmesessions auf Versprecher, Albernheiten und das eine oder andere ganz interessante „behind the scenes“-Gespräch durchzuhören.

Schon bei dem Ersthörspiel 2004 gab es zu elf Minuten Hörspiel zehneinhalb Minuten Outtakes. Die Quote wollen wir hier nicht beibehalten, aber es dürfte schon die eine oder andere Minute zusammenkommen. Irgendwann nach der Veröffentlichung von Folge 6 im Jahre (zensiert), versteht sich.

Das Durchhören ruft dabei den nicht zu unterschätzenden Spaß der Aufnahmen wieder als scheinfrische Erinnerung hervor, so dass ich die ganze Zeit das Gefühl habe, gerade mit Leuten jede Menge Zeit verbracht zu haben, die ich zum Teil seit einem Jahr oder so nicht mehr gesehen habe.

Und ja, das mit den Temp-Geräuschen und Timings für die letzten vier Folgen mache ich auch noch rechtzeitig, keine Sorge.

(Apropos Alternativ-Takes: Beim Durchhören von Session #3 habe ich doch glatt „Re-Takes“ gefunden, die dazu gedacht waren, ein paar suboptimale Sätze der allerersten Session zu ersetzen, es allerdings irgendwie nicht in die aktuelle Version der Szenen geschafft hatten. — Zur Schonung von Dons Blutdruck sollte ich hier vielleicht noch anfügen, dass das alles für Folge 2 und 3 war und keine Nacharbeiten am Timing erfordert.)

  1. * Es ist erstaunlich, wie oft ich „noch mehr Pause“ hinzufügen kann und wie sehr die Szenen dadurch besser werden ohne ins Gemächliche oder Träge überzugehen.
Kategorie: Schnitt
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Bang bang, you’re dead

10. Juli 2010 · 11:44
von OJ

In meinem kürzlich beendeten Urlaub auf Balkonien — bzw. oftmals eben auch vor dem Rechner — habe ich das schon mal erwähnte Einfügen von Platzhaltergeräuschen und damit das Festlegen des Folgen-Timings nun auch für Folge 2 abgeschlossen.

Mir fiel dabei auf, dass es ja vielleicht den Interessen unserer Zielgruppe entsprechen könnte, auch mal nicht nur was darüber zu lesen. Deshalb im Folgenden ein kleines Experiment, das in anderen Kontexten vielleicht als „Podcast“ bezeichnet würde:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Das Ganze sollte ein bisschen nach der Sendung mit der Maus klingen; rausgekommen ist aber wohl eher Michael Kessler als Günther Jauch.)

Kategorie: Schnitt
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