Knapp drei Monate für den Rohschnitt von Folge 4!

25. Oktober 2013 · 08:00
von Jan

So, jetzt ist der Schnitt von Folge 4 tatsächlich fertig, und nun fehlt nur noch die Musik. Da jetzt im November eine Japanreise für den Besuch der Verwandschaft ansteht, muß ich erst einmal pausieren und kann dann im Dezember an der Musik arbeiten. Das ist aber vielleicht gar nicht schlecht, weil ich auf diese Weise ein wenig Abstand von der täglichen Szenenbearbeitung gewinnen kann. Außerdem benötige ich die Zeit jetzt für die Reisevorbereitungen. Natürlich werde ich auch einen Audiorekorder mit nach Japan nehmen, um eventuell noch einige interessante Geräusche dort aufzunehmen – es schadet ja nichts. Den letzten Stand der Folge habe ich mir auf mein Handy geladen, um ihn probezuhören, aber ansonsten werde ich wieder ein paar andere Hörspiele konsumieren, um mich auch mal ein wenig unterhalten zu lassen.

Warum ging es mit der Bearbeitung dieser Folge so viel schneller als mit den letzten Folgen? Darüber hatte ich bereits in den Rückblick-Blogs geschrieben: Lange Szenen, die in erster Linie Gespräche enthalten, und wenig Bewegung, lassen sich schneller produzieren. Davon gab es in Folge 4 nun mehr als in den vorherigen Folgen. Aber dazu kommt natürlich die Routine bei der Arbeit. Im Moment brauche ich nichts zu erforschen sondern nur meine Arbeitsanleitung von oben nach unten durchzuarbeiten. Zusammen mit den ganzen Hilfsmitteln, die ich nun habe, geht’s einfach deutlich schneller.

Oj hatte zu Beginn von Folge 3 ein Statusdokument ins Leben gerufen, in das die Beteiligten für einen Arbeitsschritt ein Kreuzchen machen, wenn sie ihn abgeschlossen haben. Es ist faszinierend, zu sehen, daß nun mehr Kreuzchen dort stehen als freie Felder. Denn wenn die Musik für Folge 4 fertig ist, haben wir zwei Drittel des gesamten Hörspiels geschafft! Wenn tatsächlich alles wie geplant weiterläuft, sind wir vielleicht 2014 fertig. Ist nur schade, daß aufgrund der langen Projektdauer ich wohl der einzige sein dürfte, der zumindest ein wenig enthusiastisch ist.

Bis hierher zu kommen, war ein verdammt schwerer Weg für mich, weil die einzige Motivation weiterzumachen aus mir selbst heraus kam. Ein wenig einsam ist es auch, denn wer mag sich schon die ganzen Gedanken anhören, die ich mir zum Thema Hörspiel in den letzten sechs oder sieben Jahren gemacht habe. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mir selbst zuhören wollte. Wenigstens kann ich feststellen, daß diese Projektarbeit meine Disziplin enorm gefördert hat, das war eine Schwäche, die mich in meiner Jugend so manches Projekt hatte abbrechen lassen. Und nebenbei habe ich auch einige damals aufgegebene Pläne durch meine Arbeit realisieren können, wie zum Beispiel die Simulation des akustischen Raums, obwohl ich da noch mehr Ausbaustufen für die Zukunft hätte. Aber es gibt ja vielleicht noch mehr Hörspielprojekte…

Tja, und ich spiele schon mit dem Gedanken, dieses Jahr bereits mit Folge 5 zu beginnen.

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