Geräuschejagd

20. November 2013 · 08:00
von Jan

Da ich von Natur aus Sammler bin, muß ich vorsichtig sein, daß ich keine Dinge sammle, die zuviel Raum einnehmen. Sammeln von Geräuschen ist da vermutlich das Richtige, weil die ja auf Festplatten bequem speicherbar sind. Daher habe ich fast immer meinen Audiorekorder dabei, um, wenn sich die Gelegenheit bietet, „scharfzuschalten“. Auf unserer Reise habe ich den natürlich auch dabei, aber mit Familie ist es etwas schwieriger, unterwegs etwas aufzunehmen.

Die Geräusche, die ich gesammelt habe, beziehen sich eher auf Atmos, so wie Zufahrten oder Flüge. Aber vielleicht kann ich sie irgendwann mal verwenden. Für Folge 4 zum Beispiel habe ich Aufnahmen genutzt, die von unserer vorletzten Japanreise stammen. Das rechtfertigt wenigstens, daß ich meine Audiodaten noch nicht aufgeräumt habe. Aber exotische Geräusche würde ich ohnehin nicht löschen, weil die Situation, in der sie aufgenommen wurden, nicht so leicht wiederkommt.

Tatsächlich ist, neben dem gezielten, auch das zufällige Aufnehmen reizvoll. Aber es kann eine längere Zeit vergehen, bis man solche Aufnahmen mal verwenden kann. Oft schaue ich in meine datierten Verzeichnisse und zweckentfremde auch schon gerne mal Geräusche, die im Original eigentlich nicht in die jeweilige Szene passen würden. Der Vorteil von eigenen Geräuschen ist nämlich nicht von der Hand zu weisen: auf diese Weise hat sie niemand anderer, und es kommt nicht zu dem klassischen Phänomen, daß ich neulich, bezogen auf verwendete Synthesizer-Presets, erwähnt hatte.

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