Vorteile einer Ein-Mann-Bearbeitung

18. November 2013 · 08:00
von Jan

Ich habe mir angewöhnt, daß man die Dinge von der positiven Seite aus betrachten sollte, um nicht zu verzweifeln, also:

Angenehm bei der Audiobearbeitung einer Szene ist, daß man die Musik viel besser integrieren kann, wenn man gleichzeitg Cutter und Komponist ist. Zum einen minimiert das Diskussionsaufwand, zum anderen kommt man schneller zu einer Lösung. Wenn ich eine fertige Audiodatei mit der produzierten Musik hätte, und nichts anderes, wären die Integrationsmöglichkeiten in eine Szene durchaus begrenzt, weil es ab und zu erforderlich ist, das Timing der Musik an das Timing der Szene anzupassen. Das sind Dinge die eventuell erst auffallen, wenn man die Musik einpassen will. Ein weiterer Aspekt, oder ein weiteres Problem, ist die Abmischung fertiger Musik durch den Musiker. Wenn seine Musik schon durch ein Mastering gelaufen ist, ist die akustische Integration schwieriger. Wenn ein Musiker also Audiodateien bereitstellt, dürfen diese nicht gemastert sein, weil das bei der späteren Abmischung mit den Hörspielszenen zusammen passiert.

In Folge 4 gibt es mehr Überlappungen mit der Handlung, also ist die Musik häufiger innerhalb einer Szene zu hören. Daher arrangiere ich in diesem Fall die Musik zur Handlung, nachdem die Szene komplett ist. Das habe ich bei den früheren Folgen zwar auch gemacht, aber die Musikstücke wurden, unabhängig vom Timing, nur zwischen die Szenen geschoben. Im Gegensatz dazu höre ich nun die Szenen während des Kompositionsschritts – wenn man das so nennen kann. Natürlich sind aufgrund des untermalenden Charakters die Arrangements nicht so komplex wie beispielsweise für Folge 3, daher ist es leichter, diese nachträglich zu ändern.

Kommentar hinterlassen