Endtrack 4

10. Dezember 2013 · 22:00
von Jan

Bei allen bisher produzierten Endtracks für die Folgen, habe ich mir das fertige Produkt hinterher unendlich viele Male, oft bei ungesunder Lautstärke, über Kopfhörer angehört. Neben dem Umstand, daß ich es einfach cool fand, zumindest zum Zeitpunkt der Fertigstellung, achte ich dabei auf Details, um zu prüfen, ob mich irgendetwas nach dem 20. oder 30. Mal Durchhören langsam nervt. Meistens ändere ich dann aber höchstens etwas an der Lautstärke, oder ich ändere gar nichts, weil ich einfach zu bequem bin, oder ich habe den aktuellen Zustand schon zu sehr liebgewonnen.

Jetzt ist der vierte Endtrack fertig, und es ist wieder so, daß das Ergebnis irgendwie anders klingt als ich es mir zuvor vorgestellt hatte. Die Endtracks sollen eigentlich die Verbindungsstücke zu den Musikstilen der einzelnen Folgen sein, aber bei Folge 4 frage ich mich, ob der Übergang zu Folge 5 zum dort geplanten Musikstil paßt. Ich wollte zu einem ethnischen Touch wechseln, aber im Augenblick weiß ich nicht so recht, ob das zu der Geschichte wirklich paßt.

Aus dem obengenannten Grund ist der vierte Endtrack gewissermaßen ein „Problemkind“ für mich: ich kann ihn nicht so recht genießen, weil er ein wenig experimentell klingt. Wahrscheinlich liegt das daran, daß ich den Charakter des allerersten Musikstücks (eigentlich das zweite) endlich verarbeiten wollte. Dieser Charakter bringt es aber mit sich, daß tragende Motive nicht mehr so gut eingepaßt werden können. Für einen Endtrack brauche ich aber ein tragendes Motiv. Daher stellt das jetzige Produkt den besten Integrationsversuch eines solchen Motivs dar.

Ich finde es erstaunlich, wieviel ich inzwischen über die eingesetzte Musik nachdenke, bevor ich arrangiere. Am Anfang war es eher faszinierend, auszuprobieren, was mit den verfügbaren Instrumenten möglich ist. Demgegenüber plane und konzipiere ich die Musik heutzutage mehr. Das ist aber vermutlich eine logische Entwicklung, je mehr Resultate existieren, weil ich zum einen meine Möglichkeiten besser kenne, und zum anderen sollen alle Teile mehr oder weniger zusammenpassen und trotzdem nicht zu ähnlich klingen. Außerdem soll die Musik die Geschichte stützen und ihr ein Gesicht verleihen. Das tut sie zwar unweigerlich, aber wie sie das tut, muß ich mir eben überlegen.

Wie zielführend meine Gedanken zur eingesetzten Musik sind, weiß ich nicht, aber worauf ich so achte, habe ich ja bereits in meiner Miniserie zum Thema Musik beschrieben. Jedenfalls bin ich erst einmal froh, einen neuen Meilenstein setzen zu können.

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