Akustisches: Berauschend

6. November 2013 · 08:00
von Jan

Irgendwie ist das mit dem Rauschen in Aufnahmen schon eigenartig. Eigentlich will man es weghaben, weil es nicht Bestandteil dessen ist, was man aufgenommen hat, da es durch die verwendete Elektronik erst in die Aufnahme gelangt. Wenn es aber fehlt, und es ist nichts anderes zu hören, fragen wir uns, ob vielleicht die Aufnahme nicht in Ordnung ist. In der Anfangszeit der CD enstand daher auch eine gewisse Orientierungslosigkeit bei den Konsumenten, weil sie nicht wußten, wie laut sie gerade ihren Verstärker aufgedreht hatten. Vielleicht ist uns das Rauschen so vertraut, weil wir es eigentlich immer um uns haben, unser ganzes Leben lang. Selbst, wenn wir nichts anderes hören, hören wir das Blut zirkulieren. Ich bin in einer Zeit mit Kassetten und schlechter Wiedergabequalität aufgewachsen, daher bin ich ziemlich stark geprägt durch das klassische Kassettenrauschen, das schon fast wie ein mittlerer Wind klang. Und dieses Rauschen wollte ich immer weghaben.

Bei den Sprachaufnahmen, die wir durchgeführt hatten, haben wir relativ gute Mikrofone verwendet, aber trotzdem war ein Arbeitsschritt in der Postproduktion das Entrauschen. Hier ist das Entrauschen sehr sinnvoll, weil unter Umständen viele Audiospuren gleichzeitig abgespielt werden müssen, so daß auch geringes Rauschen in der Addition ohrenbetäubend werden kann. Um das zu minimieren kann man aber auch die Stille zwischen den gesprochenen Wörtern wegschneiden, was aber sehr viel Aufwand bedeuten kann, wenn jemand eher gedehnt spricht. In diesem Fall empfiehlt sich also eine Gate-Schaltung, die dafür sorgt, daß nur Signale ab einer festlegbaren Mindestlautstärke durchgelassen werden. Der Rest wird entweder komplett unterdrückt, oder abgeschwächt, falls das besser klingt.

Und um nun noch einmal auf die eingangs erwähnte Orientierungslosigkeit zurückzukommen: um wieder mehr Irregularität in die Hörwahrnehmung zu bekommen, kann man nachträglich künstliches Rauschen hinzufügen. Meistens ist in den Hintergrundgeräuschen aber genug Rauschen enthalten, daß das nicht notwendig wird. Aber der Punkt ist, daß das Rauschen, im richtigen Maße eingesetzt, wichtig für unsere Hörwahrnehmung und Orientierung ist.

Hintergründe

29. Oktober 2013 · 08:00
von Jan

Ich habe die Vermutung, daß jeder, der irgendeine eintönige Tätigkeit ausübt, zwangsläufig irgendwann ein gewisses Maß an Kreativität entwickelt, um aus der Routine auszubrechen. So ist es zumindest mir bei der Szenenbearbeitung gegangen. Ich habe angefangen, irgendwelche fast unhörbaren Details in die Hintergründe der Szenen einzubauen, die letztlich nur meiner eigenen Belustigung dienten. Da habe ich dann ab und zu auch mal zum Mikrofon gegriffen und kleinere, im Skript nicht verzeichnete, Sprechrollen aufgenommen, die der Handlung noch eine kleine Seitendrift geben sollten.

Eine andere Auswirkung überschüssiger Kreativität spiegelte sich im Detailgrad der Gestaltung der Hintergründe wider. Für eine Szene habe ich zum Beispiel eine komplette Maschinerie neu „erfunden“ und zum Leben erweckt. Jedes Einzelgeräusch darin ist ortbar und wäre im Surround-Modus (der große Hörspiel-Gott bewahre mich davor) sogar „vorne“ oder „hinten“ zuordenbar. Allein für solche Spielereien wäre eine alternative Mikrofonfahrt durch die Szene, weit weg von der eigentlichen Handlung, ziemlich reizvoll.

Ich habe ja schon in Folge 5 meines Rückblick-Blogs über die Gestaltung der Hintergründe geschrieben. Ich gehe da inwischen etwas routinierter vor, also schneller, aber gerade bei den Actionszenen ist, neben der ziemlich nervenden Kleinarbeit, viel Potential für Spielereien enthalten, da der Hörfokus ja auf den Charakteren ist. Da regen sich schon mal Leute im Hintergrund darüber auf, daß sie „Streß mit der Alten“ haben oder ihnen „die Karre verreckt“ sei.

Ich habe mir für diesen Quatsch kein Vorbild gesucht, sowas kommt einfach von ganz allein. Das erklärt wohl auch die Comedy-Folge der John-Sinclair-2000-Serie. Wahrscheinlich war die Ansage dort: „Tobt euch jetzt mal richtig aus, aber danach geht’s wieder ernsthaft weiter!“.

Was genau passiert eigentlich, wenn ein Haufen Laien ein Hörspiel in sechs Teilen produziert? – Erster Teil

18. September 2013 · 21:57
von Jan

Nun ja, aufgrund der relativ ungleich verteilten Aufgaben (Sprecher vs. Produzenten) kann man den Haufen gleich in zwei Lager aufspalten, wobei das Produzententeam zunächst den Weg gemeinsam mit den Sprechern geht. Dieser Teil des Weges ist durchaus sehr gesellig und kurzweilig und dürfte allen Beteiligten, je nach Anstrengung, mehr oder weniger Spaß machen. Nach Abschluß der Sprachaufnahmen/Dreharbeiten schließen sich die Produzenten in einen einsamen Turm ein und bereiten die bisher gewonnenen Erzeugnisse auf. Von diesem Prozeß bekommt normalerweise kaum sonst jemand etwas mit und „Tadaa!“ ist eines schönen Tages dann alles fertig.

Wir sollten darauf hinweisen, daß der Enstehungsprozeß eines solchen Projekts sehr viel früher beginnt, nämlich mit der Arbeit des Autors. Dieser arme Kerl hat womöglich schon Jahre seines Lebens an der Erzählung gearbeitet, bevor daraus überhaupt mal etwas Anfaß- oder Hörbares werden kann. Obwohl es auch andere Projekte gibt, bei denen existente Romane, Bücher oder ähnliches zu Hörspielskripten umgewandelt werden, war es bei unserem Projekt so wie hier beschrieben: es wurde eine eigene Erzählung erstellt, mit dem Ziel, daraus irgendwann ein Hörspiel zu produzieren.

Nach Fertigstellung des Skripts folgte bei uns die Kritikphase (könnte man auch Lektorat nennen, wäre hier aber nicht angebracht), die, da wir mehr oder weniger alle Laien sind, allerdings relativ kurz ausfiel. Danach folgte die Organisation, beziehungsweise das Zusammentrommeln aller möglichen Sprecher aus dem nahen und fernen Freundeskreis. Da sich naturgemäß nicht jeder für jede Sprechrolle eignen konnte, gab es ein Auswahlverfahren im Rahmen eines Casting. Dieses Casting fand in einem, eigens dafür zusammengestellten, Studio statt, bei dem es sich eigentlich um die Wohnung des Drehbuchautors handelte. Nach dem Casting ging es mit den Sprechaufnahmen los, und an dieser Stelle begann das Sammeln von Erfahrungen.

Die löbliche Überlegung für die Aufnahmen bestand darin, die Szenen möglichst mit allen beteiligten Personen gleichzeitig, gewissermaßen wie ein reales Gespräch, festzuhalten. Hier machte uns jedoch die Technik, aber auch das Durchhaltevermögen der Beteiligten, einen Strich durch die Rechnung: abhängig vom Aufnahmetag befanden sich mehr oder weniger Störgeräusche, deren Herkunft sich bis zuletzt nur vermuten ließ, auf den Aufnahmen, wodurch diverse Takes wiederholt werden mußten, sofern die Störungen überhaupt bemerkt wurden. Der zweite Aspekt hätte uns eigentlich schneller klar werden müssen, nämlich daß die Sprecher auch nur Laien waren, wie wir, und daher die Reproduzierbarkeit des gesprochenen Wortes ein Problem darstellte. Erschwert wurde das sicherlich dadurch, daß die Vorbereitungen auf die Rollen nicht so ernsthaft passieren konnten wie das bei Profis vielleicht möglich gewesen wäre. Aber es handelte sich schließlich um eine Freizeitbeschäftigung.

Wir hätten uns aber Zeit bei der Postproduktion sparen können, wenn wir immer nur Textpassagen und keine ganzen Szenen aufgenommen hätten. Es hätte wohl auch gereicht, immer nur einen oder maximal zwei Sprecher gleichzeitig aufzunehmen, und die Auswahl der guten Takes sofort vorzunehmen, hätte zusätzlich Zeit bei der späteren Auslese gespart. Das waren die Lernerfahrungen.

Auf der anderen Seite hatten die Beteiligten, ob alle, weiß ich nicht, während dieser Projektphase viel Spaß, da, aufgrund der Vielzahl der Sprecher, im Aufnahmestudio immer viel Leben war – das nähme vielleicht ab, je professioneller solch ein Projekt angegangen wird. Obwohl die Aufnahmen insgesamt mehr als ein Jahr gedauert hatten, schien diese Zeit ziemlich schnell zu vergehen. Die ungewöhnlich lange Dauer der Aufnahmen war unter anderem den verschiedenen Terminplänen der Sprecher und dem oben angesprochenen Wunsch, die Szenen mit allen Beteiligten gleichzeitig aufzunehmen, geschuldet.

Im nächsten Teil geht es dann weiter mit der Postproduktion, einer Geschichte voller Mißverständnisse…

Parallel, together and apart

20. Juli 2010 · 20:46
von OJ

Als ich neulich zwecks Verlinkung nochmal einen uralten Eintrag suchte, fiel mir die von mir geäußerte Hoffnung ins Auge, dass wir hoffentlich „für die verbleibenden 20 Gastsprecher nicht 20 Aufnahmesitzungen durchführen müssen“. Da ja eine gewisse Chance besteht, dass dieses Blog Leser findet, die selbst ein Hörspiel aufnehmen wollen, wollte ich mal meine Erfahrungen zum Thema „Gemeinsam oder getrennt aufnehmen?“ mitteilen.

Ganzen Eintrag lesen…

This one time

3. Januar 2010 · 20:07
von OJ

Und schon wieder ein Silvester hinter uns. Wenn mir das vor sechs Jahren einer erzählt hätte…

Momentan sitze ich gerade irgendwo zwischen ungläubig und ehrfürchtig vor dem Verzeichnis mit den vorläufigen Mixen pro Szene und sehe fasziniert, dass nur noch zehn Szenen unvollständig sind.

Fünf davon werden wir am kommenden Samstag in unserer letzten ernstzunehmenden Session (zwei Hauptsprecher, Jan und ich) aufnehmen und eine weitere am Tag danach nach Feierabend, nur ich und der Kollege Gastsprecher. Noch eine muss ich nur noch von Jan gegenhören lassen, weil ich da mal kurz selbst was spreche. Bleiben noch drei. Für die sind die Termine zwar noch nicht ganz klar, aber die Sprecher können sich unserem Zugriff nicht wirklich entziehen.

In diesem Zusammenhang könnte ich mich demnächst daran erinnern, dass der ursprüngliche Anlass dieses Hörspiel zu produzieren der war, dass uns das Aufnehmen des Hörspiels für Ina damals so einen Spaß gemacht hatte. Gemeint war damit aber eigentlich immer nur der Tag der Sprachaufnahmen; alles was danach folgte, war richtige Arbeit (die noch dazu fast ausschließlich Jan gemacht hat).

Was für eine gruselige Vorstellung.

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All good things

14. November 2009 · 21:18
von OJ

Meine Behauptung von letzter Woche stimmte wenigstens grob; mein lieber Ex-Mitbewohner war heute in der Tat der letzte “große” Gastsprecher. Das bezieht sich nicht auf seine Körpergröße, sondern darauf, dass ich heute zum letzten Mal einen gemeinsamen Termin mit Jan, den beiden Hauptsprechern und einem Gastsprecher (und mir) finden musste. Und es musste heute zum letzten Mal über den manchmal etwas problembehafteten Kanal 3 im Wohnzimmer („Studio B“) aufgenommen werden, was mir die Gelegenheit gibt, das Wohnzimmer wieder etwas wohnlicher zu gestalten.

Allerdings ist es auch nicht so, dass jetzt wirklich nur noch die beim letzten Mal erwähnten 9 Mini-Sprecher aufgenommen werden müssten, denn während ich es vergangene Woche unter Vermeidung jeglicher Alternativtermine dann doch noch geschafft hatte, die beiden aufzunehmenden Szenen zu meiner Zufriedenheit umzuschreiben, habe ich gleichzeitig noch vier Seiten neue Szenen geschrieben, die das Alte mit dem Neuen verbinden. Dazu brauche ich zwar nur noch meine beiden Hauptsprecher (und idealerweise Jan), aber das ist dennoch wesentlich weniger Aufwand, weil wir inzwischen recht gut im Finden von gemeinsamen Terminen sind, und auch weil die beiden mittlerweile so viel Erfahrung mit dem Aufnehmen haben, dass wir deutlich schneller durch die Szenen kommen als das mit Gastsprechern der Fall ist, die sich erst noch an die ungewohnte Aufgabe und meine komischen Sätze ihre eigene Stimme im Kopfhörer usw. gewöhnen müssen.

Und dann gibt es neben den Mini-Rollen noch eine wichtige, aber kleine (kleine, aber wichtige?) Rolle, für die wir Sumire auserkoren haben, die allerdings aufgrund ihres und Jans neulich zur Welt gekommenen Töchterleins im Moment nicht so sehr viel Zeit hat. Aber da wir die anderen Rollen in der Szene bereits aufgenommen haben, kann sie als eine etwas aufwändigere Kleinrolle behandelt werden und lässt sich im trauten Kreis mit nur Jan und mir aufnehmen. Und da sie nicht in Folge 1 vorkommt, kann das auch gern irgendwann im nächsten Jahr passieren, ohne dass meine Hauptsprecher immer im Hinterkopf haben müssen, „nicht aus der Rolle kommen“ zu dürfen.

Man sieht also: Das Ende lässt sich fast beliebig lange herauszögern…

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Under pressure

9. November 2009 · 01:00
von OJ

Und jetzt wird es wieder spannend…

Wie es aussieht, findet am kommenden Samstag die letzte große Aufnahmesession statt; zumindest wäre es die letzte mit einem „großen“ Gastsprecher.* Das ist auf jeden Fall ein recht spannender Meilenstein.

Ein möglicher Stolperstein hingegen ist, dass ich die für diese Session aufzunehmende Szene immer noch nicht umgeschrieben habe. Aber ich habe an den meisten Nachmittagen der kommenden Woche noch nichts vor, und mein neuer Rechner ist auch bereits vollständig einsatzbereit. Ich bin voller Hoffnung…

  1. * Um und bei neun Mini-Rollen wären noch aufzunehmen, aber diese Aufnahmen geschehen dann vermutlich im sehr kleinen Kreis irgendwann an Feierabenden und dauern vielleicht jeweils eine halbe Stunde.
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Serendipity

19. September 2009 · 23:31
von OJ

Sprecher sind unterschiedlich. Sie sprechen bei den Aufnahmen unterschiedlich natürlich; sie sind unterschiedlich schnell darin, sich den Text anzueignen … und es ist unterschiedlich kompliziert, mit ihnen Termine zu machen.

Und manche haben einfach Pech. Mit Steffen zum Beispiel hatten wir schon mindestens fünf Termine abgemacht, die immer aus diversen Gründen abgesagt werden mussten, nur in einem Fall seinetwegen, und auch da war es keine Terminplanungsschwäche seinerseits, sondern höhere Gewalt.* Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass sein Termin der einzige mit zwei Gastsprechern gleichzeitig war, so dass die Koordination doppelt vierzigtausendmal so schwierig war wie „normale“ Termine.

Heute war es dann endlich soweit, und trotz eines kleinen Schreckmoments gestern abend kam er heute nicht nur trotz erschwerender persönlicher Umstände (und diesen eben nicht unbedingt entsprechend auch noch gut gelaunt) zum Sprechen seiner Szenen, nein, er hatte auch noch vor ein paar Tagen Tina meine Nummer gegeben, so dass diese ebenfalls heute vorbeikam. Eigentlich vor allem zum spontanen Sprechen einer Mini-Rolle in Folge 3, aber da seit einiger Zeit nicht vollständig klärbar war, ob die andere heutige Gastsprecherin nun Zeit haben würde oder nicht, kam Tina auch als Temporär-Sprecherin für die Texte jener Dame sehr gelegen.

Irgendwann zwischen dem zweiten und dritten Take ihrer ersten Szene (noch ohne Steffen) bekam sie dann aber einfach, ohne es zu merken, die Rolle ganz endgültig, weil sie das hervorragend machte. (Die andere Sprecherin war in der Tat nicht erschienen, wie aus ihrer letzten Mail mit etwas Phantasie ersichtlich war).

So wurde aus einem „ach, egal, irgendwas nehmen wir morgen halt auf, je nachdem, wer kommt“-Termin ein sehr befriedigener Aufnahmetag, der sogar so zeitig vorbei war, dass ich noch mit dreien der Sprecher ins Kino gehen konnte.

(Und alle so: „Yeaahh“, um mal ein Wort aus dem Internet zu gebrauchen.)

  1. * Für empfindliche LeserInnen schreibe ich das Wort „Brechdurchfall“ in eine Fußnote.
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13 1/2 Wochen

13. September 2009 · 00:08
von Don

Ist doch albern!

Im Ernst: Ich muss gestehen, dass ich einigermaßen überrascht war, wie gut die Sache wieder angelaufen ist.

Ungefähr eine Stunde und dann lief die Sache wieder.

Inklusive aller blöden Witze, technischer Schwierigkeiten, Lachanfälle und dergleichen.

Aber so lustig die Sachen ja auch sind, ich bin irgendwie froh, dass ein Ende in Sicht ist.

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Movement

7. September 2009 · 18:36
von OJ

Zehneinhalb Wochen sind doch gar nix, wir können auch dreizehneinhalb! Nennen wir es mal höflich „Sommerpause“. (In der Tat haben Semesterferien und generelle Urlaubszeit etwas damit zu tun gehabt.)

Aber langsam fühlt es sich wieder so an, als ging es vorwärts.

Wir hatten nämlich am Samstag die erste Aufnahme nach einer ziemlich genau viermonatigen Pause.* Auch hier erreichten wir wieder unseren beängstigend konstanten Schnitt von 2,5 Seiten pro Stunde und können einem weiteren Gastsprecher für seine Mithilfe danken.

Angenehm ist auch, dass wir jetzt nur noch vier Gastsprecher mit größeren Rollen vor uns haben. Nun müssen wir nur noch zusehen, dass wir vor Jan und Sumires Babypause ab Anfang Oktober noch möglichst viel davon aufgenommen bekommen – andernfalls würde sich diese Babypause zu der des finalen Gastsprechers (ab Ende Dezember) addieren und wir hätten in Summe eine sechsmonatige Pause, was, gelinde gesagt, doof wäre. Ich darf natürlich nicht verschweigen, dass ich die Szenen dieses abschließenden Gastsprechers immer noch nicht umgeschrieben habe.

Zum Glück habe ich durch die Bewegung, in die das Projekt jetzt wieder kommt, auch wieder deutlich mehr Motivation, mich zum Umschreiben hinzusetzen oder vielmehr, wenn ich schon sitze, das Drehbuch auch tatsächlich aus der Tasche zu ziehen.

Unabhängig davon freuen wir uns auf eine der wichtigsten Gastrollen am kommenden Samstag und – irgendwie spontan über die kommenden Wochen verteilt und grundsätzlich auch unabhängig von allen Babypausen – noch um und bei zehn GastsprecherInnen für ganz kleine Rollen, wobei es sich dann mehr um halbe Stunden am Feierabend handeln dürfte. Auch hier gibt es noch jede Menge Terminabstimmungs- und Nachhak-Bedarf.

Aber Spaß macht’s wieder.

  1. * Dass ich mal die Kabel hätte wegräumen können, fiel mir erst jetzt am Freitag ein, als ich sie zum Putzen einrollte, so dass ich, nachdem der Korkfußboden getrocknet war, immerhin eine gute Stunde trittfreundlichen Flur genießen konnte, bevor ich dann alles wieder anschließen musste, um die Technik für den Folgetag zu checken.
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