24-bit mind

9. Februar 2009 · 18:43
von OJ

Es gibt den relativ unklaren* Plan, die Musik über den Verlauf der sechs Folgen im Einklang mit der Geschichte stilistisch fortschreiten zu lassen. Da meine Anforderungen an die Musik sehr zu Christians Leidwesen bisher vor allem in Richtung „Mach mal was, dann sag ich dir, ob’s mir gefällt“ gingen, bin ich gerade dabe, meine Gedanken zur Musik irgendwie zu strukturieren, wie ich neulich ja schon mal schrieb.

Und ich bin zwar noch bei weitem nicht fertig, aber in Ermangelung irgendwelcher formellen Ahnung von Musik — ich weiß, dass „Moll“ traurig klingt, aber wüsste nicht, woran ich es erkennen sollte; das Niveau in etwa — schaue ich momentan einfach mal, wie ich das Problem erfassen kann. Deshalb habe ich jetzt eine graphische Übersicht über die sechs Folgen mit der zeitlichen Position der einzelnen Musikstücke und seit vorhin, sehr zu meinem eigenen Entsetzen, eine zehnstufige Skala des Stilverlaufs. Ich musste selbst etwas den Kopf darüber schütteln, aber ich fürchte, so funktioniert mein Hirn einfach.

  1. * Ich hätte fast geschrieben „vage formulierten“, aber das würde nicht stimmen. Der Plan ist ziemlich klar formuliert — auf jeden Fall klarer, als ich hier jetzt schreiben möchte –, nur ist noch völlig offen, wie sich das dann genau auswirkt.
Kategorie: Vorbereitung
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Recast

19. Januar 2009 · 11:42
von OJ

Die Rolle des Nachrichtensprechers in Folge 1 wird aus terminlichen Gründen nicht von Dirk Jannsen gesprochen (der uns aber nach heutigem Stand trotzdem in einer späteren Folge noch als Nachrichtensprecher begegnen wird).

Wir organisieren Ersatz (und sind nach wie vor für Bewerbungen offen).

Kategorie: Vorbereitung
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First blood

10. Januar 2009 · 20:15
von OJ

Trotz einer tragischen Papierschnittverletzung gestern beim Kopieren, die zu einigen leicht blutverschmierten Drehbuchseiten führte* und der Absage eines Sprechers und zweier „Beisitzer“ heute mittag aus akuten Krankheitsgründen waren die beiden Hauptsprecher bei mir und wir konnten im kleinen Kreise in meinem Wohnzimmer unseren Read-through abhalten.

Das war, wie erwartet, ein hochinteressantes Ereignis und sehr erfolgreich: Wir haben in ziemlich genau fünf Stunden alle sechs Folgen durchgesprochen, einiges geklärt, eine noch dringend zu überarbeitende Passage gefunden, und ich bin jetzt voller Vorfreude auf die eigentlichen Aufnahmen, die — das kann ich jetzt enthüllen — am kommenden Samstag beginnen werden.

Das wird auch nicht von den Terminabsprachen getrübt, die sich wie schon befürchtet im Verlauf der Woche als sehr zeitraubend herausgestellt haben. Aber auch das wird noch; die Gastsprecher für Folge 1 sind fast alle bereits eingeladen, und die Termine mit den anderen werden sich auch zwischen Ende Januar und März finden lassen.

  1. * Auch wenn das bei mir jetzt nicht so ungewöhnlich ist — have I told you about my condition?
Kategorie: Vorbereitung
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Ascent

8. Januar 2009 · 20:30
von OJ

Ich habe jetzt die zweite Fassung des Drehbuchs* fertig, drucke sie gerade aus und vervielfältige sie morgen im Copyshop, was sich jetzt gerade beim Schreiben wahnsinnig professionell anhört und (nach drei Textmarkern und einer Packung Post-It-Pagemarker) die erste echte Ausgabe für das Hörspiel darstellen wird. Diese Fassung ist nicht nur eine Überarbeitung nach relativ langer Pause — was ja immer gut dafür ist, offensichtliche, blöde Fehler zu finden — sondern enthält auch schon Erfahrungen aus dem Vorsprechen — z.B. Änderungen am teilweise unerträglichen Geschwafel eines Charakters, den ich mal „die große Erklärerin“ nennen möchte — und meinem davon inspirierten Einmal-komplett-laut-Vorlesen, sowie auch schon Input der beiden Hauptdarsteller.

Zu meiner großen Freude bedeutet dies dann auch endlich das Ende der „anderthalbten Fassung“ des Drehbuchs, auf die ich das eine oder andere Mal während der Probeaufnahmen angesprochen wurde, obwohl das alles ganz logisch war: Die erste Fassung war die Version, von der ich das erste Mal glaubte, sie anderen Leuten zum Lesen geben zu können. Die zweite Fassung sollte eigentlich die Version sein, in der alle zwischen Februar und dem Vorsprech-Beginn im Oktober gemachten Anmerkungen umgesetzt waren — zu der bin ich bloß leider nie gekommen. Stattdessen habe ich nur Folgen 1 und 2 überarbeitet (weil Folge 1 und Teile von Folge 2 auf jeden Fall im ersten Aufnahmeblock aufgenommen werden sollten**). Da Seite 53 bis 154 mit der ersten Fassung identisch waren, habe ich die Version, die ich für die Vorsprechen dreimal ausgedruckt habe, eben „anderthalbte Fassung“ genannt.

Und weil ich ein Exemplar der ersten Fassung bereits ausgedruckt hatte und nur die ersten 52 Seiten ersetzt habe, die allerdings durch die Änderungen auf 53 Seiten erweitert worden waren, gab es Seite 53 in einem Exemplar doppelt und bei den beiden anderen stimmten die Seitenzahlen >52 nicht überein, was zu hunderttausend lustigen Fehlversuchen beim Finden irgendwelcher Textstellen führte. Sagte ich schon, dass ich mich darüber freue, eine neue Version zu haben?

Viel schöner ist aber der Grund für meinen morgigen Copyshop-Besuch: der für Samstag angesetzte, gemeinschaftliche Table read-through, denn darauf freue ich mich sehr, seit ich das erste Mal in irgendeinem Making of mit dem Konzept in Berührung kam. Als ob es nicht schon faszinierend genug wäre, dass Leute Dialoge spielen, die ich geschrieben habe …

  1. * Kann mir jemand sagen, wie das bei Hörspielen genau heißt? Nur „Buch“? „Skript“? Googeln nach „hörspiel drehbuch“ findet zwar genügend Treffer, dass ich mir deswegen keine großen Sorgen mache, aber trotzdem.
  2. ** Auch wenn wir jetzt alles am Stück und wild durcheinander aufnehmen, weshalb das relativ sinnfrei war.
Kategorie: Vorbereitung
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Break on through

2. Januar 2009 · 11:25
von OJ

Willkommen im neuen Jahr. Ich würde gern weiterscherzen, „Wir haben da schon mal was vorbereitet“, aber das würde nicht so stimmen, wie man sich das vermutlich wünschen würde.

Deshalb nur ein kleiner Zustandsbericht: Termine trudeln weiterhin ein*, ich überarbeite das Drehbuch (vor allem Feinschliff der Dialoge; an der Handlung tut sich nichts merkliches mehr) und ab dem kommenden Wochenende gehen dann schon mal die Vorproben mit den Hauptpersonen los.

  1. * Also, potentiell, denn seit dem letzten Eintrag kam nichts mehr, aber das waren ja auch so Tage, an denen man sich gemeinhin lieber mit allem möglichen beschäftigt als die Wochenenden des kommenden Jahres zu verplanen.
Kategorie: Vorbereitung
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Spaceward ho!

19. Dezember 2008 · 14:02
von OJ

Wir haben nun endlich unsere Sprecher für Folge 1 zusammengestellt* und arbeiten emsig daran, Probe- und Aufnahmetermine zu vereinbaren. Die Sprachaufnahmen sind dabei logischerweise der nächste große Schritt in Richtung einer fertigen Folge.

Ich möchte aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen nicht den Fehler machen und hier Termine versprechen, bevor sie abgemacht sind — nur weil sie sich „realistisch anfühlen“ –, deshalb hier einfach nur die Sprecher für Folge 1 (in order of appearance):

Kimiko „Kim“ Takenôchi, Navigatorin der U.N.S. Dykstra Meike Beckmann
Huub Hartzuiker, Techniker der U.N.S. Dykstra Björn Friedrichsen
Eduardo de Souza, Captain der U.N.S. Dykstra Karsten Frohwein
Mark Kaplan, Frachtoffizier der U.N.S. Dykstra Victor Viqueira Rodriguez
Zbigniew „Ieff“ Lubinski, Sicherheitsingenieur des KRF-Konzerns
Dennis Blesinger
Nachrichtensprecher Dirk Jannsen (vgl. hier)
Computerstimme, weiblich Daniela Kuhrts
Computerstimme, männlich Jan Mahn
Søren Nordahl, Kleinkrimineller Ulrich Neu

Derzeit ist von den Sprechern nur Jans Name mit einer Beschreibungsseite verbunden. Das wird sich in Zukunft ändern, allerdings nicht hier im Beitrag, sondern rechts in der Sidebar in den „Credits“. (Wann und wer und wie liegt aber an der Geschwindigkeit — und im Ermessen — der jeweiligen Sprecher.)

(Für alle, die mitsprechen wollen und sich noch nicht beworben haben, ist es noch nicht zu spät; bitte einfach hier für eine [kleine] Rolle bewerben. Auch Helfer „hinter den ‚Kulissen'“ sind herzlich willkommen.)

Nachtrag, 26.12.: Beim Ermitteln eines (im Drehbuch ungenannten) Nachnamens für „Sören“ aus Einheitlichkeitsgründen fiel mir auf, dass es sich bei der deutschen Schreibweise wohl um eine Transkription aus dem Schwedischen handelt, weshalb der Charakter jetzt „Søren (Nordahl)“ heißt.

  1. * Und z.T. für die weiteren Folgen, aber das kommt später.
Kategorie: Vorbereitung
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Time’s winged chariot

1. Dezember 2008 · 19:44
von OJ

Ich hatte zuletzt behauptet, die Besetzung werde sich für einzelne noch „bis nach dem kommenden Wochenende“ (das inzwischen das vergangene ist) hinziehen, woraus sich vielleicht die Erwartungshaltung ableiten könnte, dass es im Laufe dieser Woche auch hier mal eine Besetzungsliste mit Namen der Sprecher zu lesen geben könnte. (Auch wenn ich glaube, dass jeder, der momentan dieses Blog liest, auch zum Vorsprechen angetanzt ist und somit von uns bescheid bekommen hat, wenn es schon was Finales zu sagen gibt.)

Ich fürchte aber, das wird sich, ahem, bis nach dem kommenden Wochenende hinziehen. Dann sollten wir aber alle Rollen für Folge 1 besetzt haben und die Sprecher veröffentlichen können.

Meine To-Do-Liste momentan:

  • Besetzung zu Ende klären
  • Letzte Sprechproben durchführen
  • Proben- und Aufnahmetermine vereinbaren
  • Drehbuch für Folgen 3 – 6 überarbeiten
  • Sounddesign unterstützen

Aktuelle Statistik: 77 Eingeladene; 23 besetzte Rollen; 33 durchgeführte Sprechproben; ein offener Termin mit einer Sprecherin; 4 ausstehende Fern-Vorsprechen; 8 allgemeine Zusagen; 9 Absagen

Letzter Film: „Lawrence of Arabia“, weil ich gestern endlich mal wieder einen ganzen Nachmittag und abend frei hatte

Kategorie: Vorbereitung
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Not with a bang but with a whimper

24. November 2008 · 15:59
von OJ

Man kennt das ja aus dem Projektgeschäft: Jede Phase, die keinen absolut beinhart festdefinierten Endtermin durch Lizenzablauf, Serverabschaltung, an den Vorstand kommunizierten Going-Live-Tag o. ä. hat, endet nicht, sondern läuft irgendwie schleichend aus, bis keiner mehr so recht dran denkt. Vielleicht fällt jemandem zwei Monate später ein, mal den Fortschrittsbalken der Aufgabe in MS Project auf 100% zu ziehen.

Und da wir keine festen Aufnahmetermine haben, weil wir sie nicht wirklich brauchen und ihre Einhaltung von unbezahlten Freizeitsprechern auch nicht verlangen könnten, ist das nun auch mit den Sprechproben so, wie’s scheint. Obwohl wir immer noch Einzelne auf der Liste haben, die glaubhaft versichern, noch vorsprechen zu wollen, haben wir uns am vergangenen Samstag — eine Woche nach dem geplanten Endtermin des Vorsprechens — zusammengesetzt, unsere bisherigen Eindrücke abgeglichen und begonnen Rollen zu besetzen. Auch wenn wir mit bestimmten, nicht unwichtigen Rollen noch Probleme haben, haben wir schon begonnen, den ersten Sprechern bescheid zu geben und werden das die nächsten Tage fortführen. Bei einigen wird sich das aber bis nach dem kommenden Wochenende hinziehen. (Abweisen mussten wir übrigens niemanden, falls das schon mal die Spannung senkt.)

Meine To-Do-Liste momentan:

  • Besetzung klären
  • Letzte Sprechproben durchführen
  • Proben- und Aufnahmetermine vereinbaren
  • Drehbuch für Folgen 3 – 6 überarbeiten
  • Sounddesign unterstützen

Aktuelle Statistik: 77 Eingeladene; anderthalb offene Termine mit 3 Sprechern; 4 ausstehende Fern-Vorsprechen; 10 allgemeine Zusagen; 28 durchgeführte Sprechproben; 9 Absagen

Letzter Film: „Thirteen Days“, allein an zwei Abenden im Rahmen meiner Präsidentschaftwochen

Kategorie: Vorbereitung
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If I fall moondust will cover me

7. November 2008 · 12:32
von OJ

Langsam merke ich einen Anflug von Erschöpfung. Letztendlich hatte ich zwar nicht mal jeden zweiten Tag ein Vorsprechen (neun Termine in 20 Tagen), aber mit einem Vollzeitjob* tagsüber und noch der einen oder anderen privaten Verabredung oder Veranstaltung ist echte freie Freizeit – „me time“ sozusagen – doch etwas rar geworden.

Das Überarbeiten des Drehbuchs gewinnt langsam an Dringlichkeit (sicher kaum vorm Jahreswechsel, aber der ereilt einen ja üblicherweise immer viel schneller als man Anfang November für möglich hält), aber ich habe einfach keine Energie dafür. Ich hoffe, mein derzeitiger Plan funktioniert, nämlich, dass ich mir einfach mal eine Pause vom Schreiben nehme (d. h. in der U-Bahn zur und von der Arbeit stattdessen lese oder aus dem Fenster gucke), um dann nach Beendung der Sprechproben wieder voller Elan an die Dialoge zu gehen. Was für grauenhafte Grammatikmonster einige meiner Sätze in den seit Februar unbearbeiteten Folgen 3 bis 6 sind, merke ich erst, wenn ich Leuten zuhöre, die versuchen, diese Sätze natürlich (oder überhaupt) auszusprechen. „George, you can write this shit, but you can’t say it,“ soll Harrison Ford bei den Dreharbeiten zum ersten „Star Wars“-Film gesagt haben, und ich weiß, was er meint.

Was die Sprechproben natürlich auch auslösen, ist, dass einzelne Rollen sich in meinem Innersten langsam „besetzt“ anfühlen. Nein, ich verrate keine (Rollen- oder Sprecher-) Namen, und wenn noch jemand idealeres um die Ecke kommt, ist auch noch alles offen, aber es ist schon schön zu merken, dass sich das ganze jetzt wirklich sehr machbar anfühlt.

Meine To-Do-Liste momentan:

  • Sprechproben veranstalten
  • Drehbuch für Folgen 3 – 6 überarbeiten
  • Schlafen

Aktuelle Statistik: 77 76 Eingeladene; 2 vereinbarte (noch offene) Termine mit 3 Leuten; 3 grob geplante Terminen mit 6 Leuten; 11 allgemeine Zusagen ohne konkreten Termin, davon 2 mit Vorbehalt; 2 zeitliche/logistische Problemfälle; 22 durchgeführte Sprechproben; 9 Absagen

Letzter Film: Immer noch „Peter’s Friends“, frakkit.

  1. * Na gut, 35-Stunden-Woche.
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The Japanese connection

2. November 2008 · 14:44
von OJ

Wenn man sich die Credits in der Sidebar ansieht und die Namen Jan Mahn und Sumire Mahn-Matsuura findet, kann man schon denken, dass in Form der japanischen Hauptperson Jans Einfluss auf die Geschichte erkennbar ist, wie auch bei einem der ersten Vorsprechen unterstellt wurde.

Stimmt aber nicht. Die Hauptperson war so ungefähr das erste, was wir damals im Irish Rover besprochen und beschlossen haben.* Was heißt, „beschlossen“ … Ina wollte, glaube ich, nur ihr Faible für asiatische Frauen etwas ausleben und sagte sowas wie: „Gut, dann ist die Navigatorin Japanerin und heißt Kim, kurz für Kimiko.“ Jan und ich zuckten mit den Schultern und sagten: „Okay.“

Die Entscheidung wurde nie wieder in Frage gestellt.

  1. * Das war, wie gesagt, im Oktober oder November 2004 und Jahre, bevor Jan und Sumire sich überhaupt kennengelernt haben.
Kategorie: Vorbereitung
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