7. September 2009 · 18:36
Zehneinhalb Wochen sind doch gar nix, wir können auch dreizehneinhalb! Nennen wir es mal höflich “Sommerpause”. (In der Tat haben Semesterferien und generelle Urlaubszeit etwas damit zu tun gehabt.)
Aber langsam fühlt es sich wieder so an, als ging es vorwärts.
Wir hatten nämlich am Samstag die erste Aufnahme nach einer ziemlich genau viermonatigen Pause. Auch hier erreichten wir wieder unseren beängstigend konstanten Schnitt von 2,5 Seiten pro Stunde und können einem weiteren Gastsprecher für seine Mithilfe danken.
Angenehm ist auch, dass wir jetzt nur noch vier Gastsprecher mit größeren Rollen vor uns haben. Nun müssen wir nur noch zusehen, dass wir vor Jan und Sumires Babypause ab Anfang Oktober noch möglichst viel davon aufgenommen bekommen – andernfalls würde sich diese Babypause zu der des finalen Gastsprechers (ab Ende Dezember) addieren und wir hätten in Summe eine sechsmonatige Pause, was, gelinde gesagt, doof wäre. Ich darf natürlich nicht verschweigen, dass ich die Szenen dieses abschließenden Gastsprechers immer noch nicht umgeschrieben habe.
Zum Glück habe ich durch die Bewegung, in die das Projekt jetzt wieder kommt, auch wieder deutlich mehr Motivation, mich zum Umschreiben hinzusetzen oder vielmehr, wenn ich schon sitze, das Drehbuch auch tatsächlich aus der Tasche zu ziehen.
Unabhängig davon freuen wir uns auf eine der wichtigsten Gastrollen am kommenden Samstag und – irgendwie spontan über die kommenden Wochen verteilt und grundsätzlich auch unabhängig von allen Babypausen – noch um und bei zehn GastsprecherInnen für ganz kleine Rollen, wobei es sich dann mehr um halbe Stunden am Feierabend handeln dürfte. Auch hier gibt es noch jede Menge Terminabstimmungs- und Nachhak-Bedarf.
Aber Spaß macht’s wieder.
5. Juni 2009 · 13:16
Nach zehneinhalb Wochen könnte ich ja langsam auch mal wieder was schreiben.
Was ist denn seitdem passiert?
Die für den 29. März angekündigte Aufnahme fiel aus (weil jemand überraschend doch am Wochenende arbeiten musste, glaube ich mich zu erinnern), aber dafür haben wir am 25. und 26. April zwei der wichtigsten Gastsprecher aufgenommen – spaßigerweise hatte ich an dem Wochenende eine beginnende Grippe. Diese war dann auch einer der Gründe weshalb in letzer Zeit relativ wenig passiert ist. Vor allem aber waren unsere Hauptdarsteller (insb. –innen) an einigen Wochenenden nicht in Hamburg oder hatten keine Zeit (und ich gelegentlich ebenso), so dass deshalb über weite Strecken auch gar keine Aufnahmen möglich waren. (So auch z.B. am letzten Wochenende und am bevorstehenden.)
Weiter erschwert wurde die Terminfindung auch dadurch, dass alle Gastsprecher, mit denen es leicht ist, einen Termin zu finden, inzwischen da waren und jetzt praktisch nur noch die Vielbeschäftigten und/oder kurzfristig Absagenden übrig sind. Und wenn es schon im Normalfall schwierig ist, einen gemeinsamen Termin auszumachen, wird das natürlich nur noch schlimmer, wenn wir selbst nur wenige Termine anzubieten haben.
Infolgedessen haben wir auch schon die erste Sprecherin “verloren”. Alle mit ihr ausgemachten Termine fielen wegen irgendeiner/s Beteiligten aus, und nun ist die Dame in ihre Heimat fernab von Hamburg zurückgezogen.
Praktischerweise gibt es aber durch die ganzen Verzögerungen andererseits auch Leute, die zwar damals bei den Vorsprechen keine Zeit hatten, aber inzwischen ihre Häuser fertig gebaut, Praktika hinter sich gebracht o.ä. haben, so dass ich momentan keine Probleme sehe, die noch aufzunehmenden Rollen zu besetzen.
Und ich kann jetzt nach etwas Wieder-Einarbeitungszeit endlich mal wieder die mir ständig gestellte Frage “Was macht das Hörspiel?” beantworten: Wir haben inzwischen gut zwei Drittel der Dialoge aufgenommen. Allerdings sind wir auch immer noch beim Mix von Szene 1.
Der nächste mögliche Aufnahmetermin ist am Wochenende 20./21. Juni. (Ich schreib gleich mal ein paar E-Mails.)
Ach ja, und ein weiterer, enorm wichtiger, Gastsprecher zieht dieser Tage auch gerade weg, aber zum Glück nicht ganz so weit. Der hätte eventuell an einem der möglichen Wochenenden Zeit gehabt, aber ich konnte ihn nicht fragen, weil ich immer noch seine Szenen zu Ende umschreiben muss…
PS, 6.6. Der Text strotzte dermaßen vor Tipp-, Stil- und (vor allem) Grammatikfehlern, dass ich ihn heute nochmal etwas überarbeiten musste. Gestern handelte es sich auch u.a. um einen Test des Windows Live Writers, eines tatsächlich gar nicht mal so doofen Offline-Tools, mit dem sich größere Beiträge eleganter bearbeiten lassen als mit dem WordPress-Editor. Ich muss mir nur halt angewöhnen, den Text dann im Blog noch mal korrekturzulesen, obwohl ich ihn schon in der endgültigen Formatierung gesehen habe.
25. März 2009 · 17:00
Wie schon mal erzählt, habe ich im Februar 2008 das Drehbuch erstmals fertiggestellt und seit Anfang Januar 2009 eine fertige Version — “shooting draft” würde man das beim Film nennen, also hier die Version, die als Grundlage der Aufnahmen dient. Von dieser Version gibt es bisher noch vier Revisionen mit kleineren Änderungen, insgesamt vielleicht zwanzig ersetzte Seiten, meist nur wegen eines oder zweier Worte.
Aber je mehr ich Abstand zu dem Drehbuch gewinne — also zum Storyaufbau — und je näher ich der Idee komme, dass man sich das tatsächlich mal anhören wird, desto mehr fällt mir auf, dass die letzten beiden Folgen strukturell nicht optimal sind. Konkret gibt es da einen Konflikt in Folge 6, dessen Auflösung sich in der jetzigen Version direkt anschließt, was irgendwie nicht wie eine ideale Ausnutzung des Spannungsbogens anfühlt. Außerdem ist der “Showdown” in Folge 6 — auch das habe ich schon mal erwähnt — eigentlich etwas schmalbrüstig, d.h. es geht alles etwas zu schnell und gewissermaßen sogar zu einfach. Und nicht zuletzt ist Folge 5 von zwei sehr langen Gesprächen geprägt, die mich schon lange innerlich immer an “die Laberfolge” denken lassen.
Die Lösung ist ganz offensichtlich: Ich straffe die Gespräche in Folge 5, wodurch der Konflikt ans Ende dieser Folge rutscht; dadurch gewinne ich dann außerdem “Platz” in Folge 6 für einen längeren Showdown. Das Tolle dabei ist, dass wir noch keine der Szenen, die ich dazu anfassen muss, aufgenommen haben. Lediglich zwei kleine Verbindungsszenen von je einer halben Seite sind bereits aufgenommen und wären dann überflüssig; das kann ich allerdings verkraften, denn beim Aufnehmen merkte ich, wie schlecht diese Szenen eigentlich waren. (Gerade neulich morgen beim Raussuchen der Seitenzahlen der letzten Aufnahmesessions für den Eintrag von Montag fand ich eine Notiz “I shame me so for this scene” am Rand des Notizzettels.)
Die Gespräche (zusammen so um die 15 Seiten) habe ich schon gekürzt, allerdings nicht ganz um die eigentlich benötigte Seitenzahl, so dass Folge 5 jetzt ein bisschen länger ist als die vorigen Folgen. Und da die letzte Folge natürlich nicht kürzer sein sollte als die davor, gibt es jetzt ca. 8 Seiten Showdown zu schreiben. Ich hoffe, die Eisdeerns haben diese Woche noch einen Platz für mich.
Spannend dabei ist, dass wir am Sonntag eines der langen Gespräche aufnehmen wollen und ich mich bis dahin entschieden haben muss, ob ich glaube, dass das mit meiner Überarbeitung klappt, oder ob ich doch zum weniger optimalen Shooting Draft zurückkehre.
23. März 2009 · 13:41
Der März stand bei mir vor allem im Zeichen eines größeren Projekts auf der “normalen” Arbeit, das konkret dazu führte, dass ich das Wochenende in der Monatsmitte durchgearbeitet habe und die Wochen davor auch schon deutlich mehr Arbeitslast hatte. (Nun hat sich das zum Glück größtenteils normalisiert.)
Deshalb habe ich auch seit ziemlich genau einem Monat nichts mehr über unsere Aufnahmesessions geschrieben, was natürlich — wie schonmal erwähnt — auch zunehmend langweilig (abnehmend kurzweilig?) wird. Trotzdem/deshalb ganz kurz: Seitdem haben wir noch dreimal aufgenommen; einmal ganz kurz am 21. Februar, sowie im größeren (also normalgroßen) Rahmen am 1. und 7. März, und dabei fünf Gastsprecher aufgenommen, von denen wir einen nochmal für einen “Recall” vorbeibitten werden, weil wir noch etwas Atmen, Schnaufen usw. aufnehmen wollen, was wir nur bei sehr ausgewählten Gastsprechern machen.
Dabei haben wir 19 Seiten aufgenommen, was uns rein rechnerisch auf 85,5 Seiten (56 % des Drehbuchs) bringt. Die Zahlen machen mir aber zunehmend Sorgen, weil die Angaben “Szene x hat 2,5 Seiten” ohnehin schon etwas über den dicken Daumen gepeilt sind und wir außerdem noch einige Szenen “mehrfach” aufnehmen, also das Wesentliche an einem Tag, und dann später, oder auch mal früher, einen einfach “reinschneidbaren” Gastsprecher (z.B. einen Nachrichtensprecher) an einem anderen Tag, und ich nie sicher bin, wie ich das zählen soll bzw. wie ich es in der Vergangenheit gezählt habe. Wenn ich mal Zeit habe — ha ha –, werde ich mich mal an einer Konsolidierung versuchen
Da ich den Eintrag erst jetzt, über zwei Wochen nach der letzten Aufnahme, schreibe, kann ich nicht mehr genau sagen, wie lange die Aufnahmen jeweils gedauert haben. Das ist aber auch nicht so wichtig, dass ich diesen Eintrag jetzt noch verschieben würde, bis ich mir die Zeitstempel der aufgenommenen Dateien angeschaut habe, weil ich inzwischen gelernt habe, dass bei unserer Arbeitsweise die Faustregel “2,5 Seiten pro Stunde” ganz gut funktioniert.
Die nächste Aufnahme findet am kommenden Sonntag, 29.3., statt.
25. Februar 2009 · 17:04
Nachdem ich beim letzten Mal die rohen Aufnahme-Takes vorgestellt habe, geht es heute weiter mit dem Rohschnitt, den ich dann am Tag nach der Aufnahme (25. Januar) hergestellt habe.
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25. Februar 2009 · 07:18
Es ist nicht so, dass wir uns beim Bergfest hemmungslos besoffen hätten und jetzt eine Woche lang im Bett verbringen müssten. Tatsächlich war Meike am Wochenende daheim im Ländle, so dass wir nichts aufgenommen haben, worüber wir hätten berichten können, und ich habe bei meinem “echten” Job gerade so viel zu tun, dass ich neben den Abstimmungstätigkeiten mit Jan zum Sounddesign auch keine Muße habe, irgend etwas “was ich schon immer mal erzählen wollte” zu bloggen.
Aber zum Glück <pütz>hab ich da schon mal was vorbereitet</pütz>, deshalb gibt es heute nachmittag Teil 2 der Soundmix-Serie.
15. Februar 2009 · 21:22
Heute: 10,5 Seiten (6,5 % des Drehbuchs) in 4 Stunden (also etwas über 2,5 Seiten pro Stunde) mit zwei Gastsprechern, womit wir bei insgesamt 67,5 Seiten oder — ta-daa — 50 % des Drehbuchs angekommen sind.
Ich merke aber, dass ich diesen “Mittelpunkt” der Aufnahmen mit einem lachenden und einem weinenden Auge (um mal ein altes Klischee zu bemühen) betrachte, denn die Aufnahmen machen einen fürchterlichen Spaß, und das vor allem wegen der Geselligkeit. Und mit der irgendwann anstehenden Beendigung der Sprachaufnahmen geht es dann in den Mix — im Gegensatz zum Drehbuchschreiben mache ich das dann zwar nicht ganz allein, aber es wird doch zu sehr großen Teilen daraus bestehen, dass Jan und ich mit Kopfhörern an unseren Rechnern sitzen und einander E-Mails schicken.
Aber das nur am Rande. Half-way, baby, yeah!
12. Februar 2009 · 19:11
In dieser kleinen Serie aus einer noch unbestimmten Anzahl von Einträgen wollen wir Interessierte ein wenig an der Entwicklung des Mixes teilhaben lassen; auch, damit es endlich mal was zu hören gibt. Wir machen das am Beispiel der ersten Szene und beginnen heute ganz vorn, nämlich — o Wunder — mit den Sprachaufnahmen.
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9. Februar 2009 · 18:43
Es gibt den relativ unklaren Plan, die Musik über den Verlauf der sechs Folgen im Einklang mit der Geschichte stilistisch fortschreiten zu lassen. Da meine Anforderungen an die Musik sehr zu Christians Leidwesen bisher vor allem in Richtung “Mach mal was, dann sag ich dir, ob’s mir gefällt” gingen, bin ich gerade dabe, meine Gedanken zur Musik irgendwie zu strukturieren, wie ich neulich ja schon mal schrieb.
Und ich bin zwar noch bei weitem nicht fertig, aber in Ermangelung irgendwelcher formellen Ahnung von Musik — ich weiß, dass “Moll” traurig klingt, aber wüsste nicht, woran ich es erkennen sollte; das Niveau in etwa — schaue ich momentan einfach mal, wie ich das Problem erfassen kann. Deshalb habe ich jetzt eine graphische Übersicht über die sechs Folgen mit der zeitlichen Position der einzelnen Musikstücke und seit vorhin, sehr zu meinem eigenen Entsetzen, eine zehnstufige Skala des Stilverlaufs. Ich musste selbst etwas den Kopf darüber schütteln, aber ich fürchte, so funktioniert mein Hirn einfach.
9. Februar 2009 · 10:44
Hmm, irgendwie war ich gestern nach 12 Stunden doch etwas fertig, wie mir gerade scheint, wenn ich das nochmal lese.
Die eigentliche Aussage ist da irgendwo unauffällig in der Mitte des Bandwurmsatzes verborgen und auch nur angedeutet: Ich habe jetzt die geschnittenen Dialoge für die gesamte Folge 1 auf der Platte, nur ohne die letzten eindreiviertel Minuten und mit ca. 20 Sekunden Temporärdialog, für die noch die endgültigen Sprecher aufgenommen werden müssen.
Diese 1:45 Minuten am Ende werden, anders als gestern abend noch vermutet, übrigens nicht am kommenden Sonntag aufgenommen werden, sondern erst am 1. März, aber das beeinflusst den nach wie vor nur grob schätzbaren Erscheinungstermin von Folge 1 vermutlich überhaupt nicht.
Am Sonntag wird aber trotzdem was aufgenommen, nur halt nicht die Szene 1-19b.
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