Parallel, together and apart

20. Juli 2010 · 20:46
von OJ

Als ich neulich zwecks Verlinkung nochmal einen uralten Eintrag suchte, fiel mir die von mir geäußerte Hoffnung ins Auge, dass wir hoffentlich „für die verbleibenden 20 Gastsprecher nicht 20 Aufnahmesitzungen durchführen müssen“. Da ja eine gewisse Chance besteht, dass dieses Blog Leser findet, die selbst ein Hörspiel aufnehmen wollen, wollte ich mal meine Erfahrungen zum Thema „Gemeinsam oder getrennt aufnehmen?“ mitteilen.

Ganzen Eintrag lesen…

Now, where was I?

5. Juni 2009 · 13:16
von OJ

Nach zehneinhalb Wochen könnte ich ja langsam auch mal wieder was schreiben.

Was ist denn seitdem passiert?

Die für den 29. März angekündigte Aufnahme fiel aus (weil jemand überraschend doch am Wochenende arbeiten musste, glaube ich mich zu erinnern), aber dafür haben wir am 25. und 26. April zwei der wichtigsten Gastsprecher aufgenommen – spaßigerweise hatte ich an dem Wochenende eine beginnende Grippe.* Diese war dann auch einer der Gründe weshalb in letzer Zeit relativ wenig passiert ist. Vor allem aber waren unsere Hauptdarsteller (insb. –innen) an einigen Wochenenden nicht in Hamburg oder hatten keine Zeit (und ich gelegentlich ebenso), so dass deshalb über weite Strecken auch gar keine Aufnahmen möglich waren. (So auch z.B. am letzten Wochenende und am bevorstehenden.)

Weiter erschwert wurde die Terminfindung auch dadurch, dass alle Gastsprecher, mit denen es leicht ist, einen Termin zu finden, inzwischen da waren und jetzt praktisch nur noch die Vielbeschäftigten und/oder kurzfristig Absagenden übrig sind. Und wenn es schon im Normalfall schwierig ist, einen gemeinsamen Termin auszumachen, wird das natürlich nur noch schlimmer, wenn wir selbst nur wenige Termine anzubieten haben.

Infolgedessen haben wir auch schon die erste Sprecherin “verloren”. Alle mit ihr ausgemachten Termine fielen wegen irgendeiner/s Beteiligten aus, und nun ist die Dame in ihre Heimat fernab von Hamburg zurückgezogen.

Praktischerweise gibt es aber durch die ganzen Verzögerungen andererseits auch Leute, die zwar damals bei den Vorsprechen keine Zeit hatten, aber inzwischen ihre Häuser fertig gebaut, Praktika hinter sich gebracht o.ä. haben, so dass ich momentan keine Probleme sehe, die noch aufzunehmenden Rollen zu besetzen.

Und ich kann jetzt nach etwas Wieder-Einarbeitungszeit endlich mal wieder die mir ständig gestellte Frage “Was macht das Hörspiel?” beantworten: Wir haben inzwischen gut zwei Drittel der Dialoge aufgenommen. Allerdings sind wir auch immer noch beim Mix von Szene 1.

Der nächste mögliche Aufnahmetermin ist am Wochenende 20./21. Juni. (Ich schreib gleich mal ein paar E-Mails.)

Ach ja, und ein weiterer, enorm wichtiger, Gastsprecher zieht dieser Tage auch gerade weg, aber zum Glück nicht ganz so weit. Der hätte eventuell an einem der möglichen Wochenenden Zeit gehabt, aber ich konnte ihn nicht fragen, weil ich immer noch seine Szenen zu Ende umschreiben muss…

PS, 6.6. Der Text strotzte dermaßen vor Tipp-, Stil- und (vor allem) Grammatikfehlern, dass ich ihn heute nochmal etwas überarbeiten musste. Gestern handelte es sich auch u.a. um einen Test des Windows Live Writers, eines tatsächlich gar nicht mal so doofen Offline-Tools, mit dem sich größere Beiträge eleganter bearbeiten lassen als mit dem WordPress-Editor. Ich muss mir nur halt angewöhnen, den Text dann im Blog noch mal korrekturzulesen, obwohl ich ihn schon in der endgültigen Formatierung gesehen habe.

  1. * Nein, ich war nicht in Mexiko.

Have a break

7. Februar 2009 · 19:07
von OJ

Man könnte dieses Blog lesen und denken, dass zwischen den Aufnahmeterminen am Wochenende nichts passiert, weil ja alle Einträge momentan nur von den Aufnahmen handeln und zwischen Samstag und Montag abend geschrieben werden. Das wäre aber nur bedingt richtig. Natürlich machen wir unter der Woche so Dinge wie arbeiten bzw. studieren und haben vielleicht sogar abends noch etwas Privatleben, aber es gibt da trotzdem noch ein paar relativ unmerkliche Nebenschauplätze.

Zum einen kostet die Vorbereitung eines Aufnahmetermins — diese Woche erst am Sonntag, weshalb ich die Zeit für das Schreiben dieses Eintrags auch schon gleich von meiner Frei- oder Schlafenszeit abziehen kann –, die aus dem Zusammensuchen der nötigen und der möglichen Szenen besteht; also den Szenen, die am nächsten Tag aufgenommen werden müssen, weil sonst die Gastsprecherkombination nochmal koordiniert und eingeladen werden muss, und den Szenen, die mit den anwesenden Hauptrollen außerdem noch, ohne Gastsprecher, aufgenommen werden könnten, wenn wir mit den Muss-Szenen schnell fertig sind und noch Lust und Zeit haben.* Dazu gehört auch, dass ich all diese Szenen nochmal lese und mir genau vorstelle, was dabei eigentlich passiert (über das, was man am Ende hört, hinaus), weil ich garantiert ein paarmal gefragt werde und das Schreiben des Drehbuchs inzwischen zu lange her ist, um alles sofort aus dem Ärmel schütteln zu können, wie ich bei den letzten Malen peinlich berührt feststellen musste.

Nach den Aufnahmen bin ich dann noch zwei oder drei Abende damit beschäftigt, die besten Takes einer Szene bzw. der Teile einer Szene zu finden, um Regie-Gelaber am Anfang und am Ende zu bereinigen und zu einer kompletten Szene zusammenzuschneiden. Dabei gibt es dann gelegentlich einzelne Worte oder Sätze, die dann doch in anderen Takes (oder bei gesonderten Nach-Aufnahmen) besser waren, was dann sehr filigranen und relativ zeitaufwendigen Feinschnitt erfordert. Dafür ist das Ergebnis dann aber natürlich umso befriedigender.

In der vergangenen Woche hatte ich darüber hinaus noch zwei Gastsprecher zu, äh, Gast, wobei beide Aufnahmen von technischen Problemen geplagt waren: In einem Fall hatte sich ein fieses Krächzen in die Aufnahme geschlichen, das Jan aber mittels eines eigentlich für alte Schallplatten gedachten Filters größtenteils entfernen konnte, im anderen ließ sich die externe USB-Soundkarte** erst gar nicht zum Arbeiten bewegen, und nachdem das wieder ging, war das Aufnahmeprogramm verwirrt, was sich zwar mit einem einfachen Handgriff wieder geradebiegen ließ, den mir Jan aber erst zwei Tage später zeigen konnte — nämlich heute, als wir eine Not-Technikstreichelsitzung an unserem eigentlich-freien-Tag eingelegt haben.

Die zweite Hälfte der Eigentlich-war-mit-der-Technik-ja-doch-alles-in-Ordnung-Sitzung heute nutzten wir dann für das weitere Planen der Soundeffekte, wobei u.a. herauskam, dass es eigentlich sehr sinnvoll wäre, wenn ich jeden notwendigen Soundeffekt im Detail aufzähle und benenne, ganz besonders diejenigen, die zur eigentlichen Handlung gehören („Cue-Effekte“), also Tastenklicks, Türen, Schritte usw. usf.

Auch touchiert haben wir dabei das Thema Musik, über das ich wiederum letzte Woche mit Christian semi-intensiv am Telefon gesprochen habe und zu dem ich in der vergangenen Woche auf etlichen Bahnfahrten und in einem Wartezimmer diverse Notizen zur Struktur gemacht habe, was mir immer wieder das bekannte Elvis-Costello-Zitat „writing about music is like dancing about architecture“ in den Sinn brachte.

Ja, ich glaube, das sind jetzt alle Dinge, die hier im Hintergrund noch laufen, ohne dass ich bisher den Nerv hatte darüber zu bloggen. Natürlich koordiniere ich auch weiterhin Gastsprecher-Termine, wobei das langsam etwas Struktur zu bekommen scheint.

  1. * Letzteres ist morgen konkret etwas unwahrscheinlich, da wir ca. 20 Seiten Muss-Szenen haben, war aber an den zwei ganztägigen Terminen im Januar unsere Hauptbeschäftigung.
  2. ** Auf diesem Bild als der kleine Kasten oberhalb der roten Kabelschlaufe zu sehen.
Kategorie: Allgemeines
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Terminate

22. Januar 2009 · 16:23
von OJ

Das Finden von gemeinsamen Aufnahmeterminen von Hauptrollen und Gastsprechern — Jan, Sumire und ich haben sowieso alle Hoffnung auf freie Freizeit fahren lassen und sind allzeit bereit — war anfangs eine sehr nervenaufreibende Tätigkeit. Und das, obwohl mir das Erstellen von Listen und Tabellen ja wirklich Spaß macht.

Das lag u. a. daran, dass ich wegen des angekündigten Besuchs eines gar nicht wirklich als Sprecher eingeplanten Exilhamburgers als erstes versucht hatte, ihm eine passende Rolle zu geben und dafür dann einen passenden Termin mit den beiden anderen Gastsprechern abzumachen. Big mistake. Das führte zu ungefähr 20 E-Mails in alle Richtungen und schließlich zu keinem sinnvollen Termin, ohne jemand anders dazu zu zwingen, für eine Rolle von 6 Seiten (also ca. 2 Stunden Aufnahmezeit) an zwei Tagen vorbeizukommen oder derlei Unfug.

timetblSeitdem ich mich von diesem Gedanken verabschiedet habe (er bekommt eine andere Rolle, die ohne weitere Gastsprecher aufgenommen werden kann) und von dem Traum des Aufnehmens in chronologischer Reihenfolge sowieso, kann ich das Ganze mit wesentlich mehr Entspannung betrachten und freue mich einfach, dass die langsam eintrudelnden Zeitangebote der Gastsprecher (weiße Flächen — dunkelgrau heißt „keine Zeit“, und blau sind Aufnahmetermine) diverse Aufnahmetermine nahelegen und es nur ganz wenige Fälle gibt, in denen ich mehrere Gastsprecher miteinander koordieren muss.

Ich bleibe gespannt, wie gut das zum Ende hin klappt — ob das alles „aufgeht“, oder ob wir diverse Zwei-Stunden-Termine wegen einzelner Leute machen müssen.

Kategorie: Sprachaufnahmen
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First blood

10. Januar 2009 · 20:15
von OJ

Trotz einer tragischen Papierschnittverletzung gestern beim Kopieren, die zu einigen leicht blutverschmierten Drehbuchseiten führte* und der Absage eines Sprechers und zweier „Beisitzer“ heute mittag aus akuten Krankheitsgründen waren die beiden Hauptsprecher bei mir und wir konnten im kleinen Kreise in meinem Wohnzimmer unseren Read-through abhalten.

Das war, wie erwartet, ein hochinteressantes Ereignis und sehr erfolgreich: Wir haben in ziemlich genau fünf Stunden alle sechs Folgen durchgesprochen, einiges geklärt, eine noch dringend zu überarbeitende Passage gefunden, und ich bin jetzt voller Vorfreude auf die eigentlichen Aufnahmen, die — das kann ich jetzt enthüllen — am kommenden Samstag beginnen werden.

Das wird auch nicht von den Terminabsprachen getrübt, die sich wie schon befürchtet im Verlauf der Woche als sehr zeitraubend herausgestellt haben. Aber auch das wird noch; die Gastsprecher für Folge 1 sind fast alle bereits eingeladen, und die Termine mit den anderen werden sich auch zwischen Ende Januar und März finden lassen.

  1. * Auch wenn das bei mir jetzt nicht so ungewöhnlich ist — have I told you about my condition?
Kategorie: Vorbereitung
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